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FAQ: Die lange Suche nach einem Atommüll-Endlager
Rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiver Müll müssen dauerhaft und sicher verwahrt werden. Bis 2050 soll ein Endlager gefunden werden. Die Suche wurde nun weiter eingegrenzt. Wie muss ein Endlager beschaffen sein? Und wo könnte es entstehen?
Durch den jahrzehntelangen Betrieb der Atomkraftwerke sind in Deutschland rund 27.000 Kubikmeter an hochradioaktivem Atommüll angefallen. Das entspricht 10.500 Tonnen Schwermetall, die in etwa 1.900 Castor-Behältern verpackt wurden oder noch werden. Dieser Müll muss sicher verwahrt werden. Doch die Suche nach einem Lager gestaltete sich von Anfang an schwierig und war von heftigen politischen Auseinandersetzungen begleitet.
Zuständig ist die Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE). Ihr Ziel ist es nach eigenen Angaben, den Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für das Endlager für hochradioaktive Abfälle zu ermitteln. Der Standort soll Sicherheit für eine Million Jahre bieten.
In sechs Bundesländern wird nicht mehr nach einem Atommüll-Endlager gesucht.
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Mit dem heute letztmalig veröffentlichten Arbeitsstand der Bundesgesellschaft wurden die infrage kommenden Gebiete für eine Endlagersuche noch einmal deutlich reduziert. Die Fläche, die nun weiter betrachtet werde, entspreche weniger als fünf Prozent des Bundesgebiets, sagte BGE-Geschäftsführerin Iris Graffunder. Die in Betracht kommenden Gebiete befinden sich demnach insbesondere in einem Gürtel von West-Niedersachsen bis Sachsen-Anhalt. Auch einzelne Gebiete in Süd-Brandenburg, im Westen Baden-Württembergs, im Osten Bayerns und Bereiche in Schleswig-Holstein kommen demnach in Frage. Die Ergebnisse werden auf der Internetseite der BGE als interaktive Karte veröffentlicht.
Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche. Das Saarland war den Angaben zufolge bereits 2020 herausgefallen, Rheinland-Pfalz schied 2025 aus, in diesem Jahr neu aussortiert wurden Sachsen, Berlin und Hessen. Auch Hamburg kommt nicht infrage.
Welche Gebiete sind bei der Endlagersuche noch in Bearbeitung - und welche nicht mehr?
bge
Seit 2017 ist die BGE für die Endlagersuche zuständig. 2020 legte sie einen ersten Arbeitsstand vor. Damals wurden 90 Gebiete als potenziell für ein Endlager geeignet eingestuft, 54 Prozent der Fläche Deutschlands. Seither setzen die Experten die Sicherheitsanforderungen in jedem Prüfschritt etwas höher und sieben Flächen aus.
Untersucht werden Regionen mit Untergründen aus Granit, Salz und Ton. Diese haben nach Einschätzung der Fachleute gute Eigenschaften, um radioaktive Strahlung zurückzuhalten, sind wenig durchlässig für Wasser und Gas und halten hohen Temperaturen stand. "Wir werden die Flächen bis Ende 2027 weiter einengen, bis nur noch wenige Standortregionen im Rennen sind, die wir für die Erkundung vorschlagen", sagte Graffunder.
Diesen Vorschlag prüft das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), das Wissenschaft und Öffentlichkeit beteiligt. Die Entscheidung über die infrage kommenden Regionen trifft schließlich der Bundestag. Als Zieldatum für die Entscheidung über ein Endlager ist mittlerweile 2050 angepeilt. Ursprünglich sollte dieser Schritt bis zum Jahr 2031 vollzogen werden.