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Neues Satellitenfoto enthüllt Details von Chinas geheimem Raumgleiter
Ein kommerzieller Beobachtungssatellit hat Chinas geheim gehaltenen Raumgleiter im Erdorbit fotografiert. Die jetzt in höherer Auflösung veröffentlichte Aufnahme zeigt dessen Flügel, eine offene Nutzlastbucht und Strukturen am Heck. Nach Angaben des Bildanbieters war dort ein weiterer Satellit angedockt. Das Foto liefert neue Einblicke in die Konstruktion, nicht aber in die konkreten Aufgaben des Raumfahrzeugs.
Washington (U.S.A.). Wiederverwendbare Raumgleiter können wie Satelliten längere Zeit in einer Erdumlaufbahn arbeiten, danach aber zur Erde zurückkehren und erneut eingesetzt werden. Anders als herkömmliche Satelliten besitzen sie Flügel und einen Hitzeschutz für den Wiedereintritt. China erprobt ein solches unbemanntes Fahrzeug seit 2020, veröffentlicht jedoch kaum Angaben zu seiner Bauweise und den Aufgaben im All.
Eine nun veröffentlichte Aufnahme schließt zumindest einen Teil dieser Informationslücke. Sie ist in einem am 26. Oktober 2026 veröffentlichten Bericht des US-Militärnachrichtendienstes Defense Intelligence Agency (DIA) enthalten. Die Behörde bezeichnet das abgebildete Objekt als chinesischen Raumgleiter, legt sich in der Bildunterschrift aber nicht auf einen konkreten Modellnamen fest. Zuvor waren bereits unschärfere Fassungen des Fotos bekannt.
Der Beobachtungssatellit WorldView-3 des damaligen Unternehmens Maxar Technologies, heute Vantor, fotografierte das Raumfahrzeug am 28. Mai 2024 aus knapp 90 Kilometern Entfernung. Die Aufnahme entstand damit während der dritten bekannten Mission des chinesischen Raumgleiters. Ihre nun veröffentlichte, deutlichere Fassung lässt Einzelheiten erkennen, die in der älteren Darstellung kaum zu beurteilen waren.
Zu sehen sind ein kompakter Rumpf mit kurzen Flügeln, zwei Leitwerken am Heck und die geöffneten Klappen einer zentralen Nutzlastbucht. Besonders aufschlussreich ist die Struktur hinter dem Rumpf. Laut dem Bildanbieter Vantor handelt es sich dort um einen weiteren angedockten Satelliten, dessen Aufbau und Solarpaneele sichtbar sind. Die Aufnahme zeigt allerdings nur einen Momentzustand und nicht den eigentlichen Andockvorgang.
Der erste bekannte chinesische Raumgleiter absolvierte im September 2020 einen etwa zweitägigen Orbitalflug. Ein zweiter Einsatz begann im August 2022 und dauerte 276 Tage. Die dritte Mission startete im Dezember 2023 und endete nach 268 Tagen im September 2024. Ein vierter Start folgte am 7. Februar 2026. Nach den zuletzt veröffentlichten Angaben war diese Mission Ende Oktober noch nicht abgeschlossen.
Die Flüge dienten offenbar nicht allein dazu, lange im Orbit zu bleiben. Bei früheren Missionen setzte das Fahrzeug kleinere Objekte aus und näherte sich ihnen später wieder. Eine Auswertung von Bahndaten zu solchen Manövern deutete im September 2026 sogar auf das wiederholte Aussetzen und Wiederaufnehmen eines Begleitsatelliten hin. Ob die auf dem neuen Foto erkennbare Heckstruktur zur gleichen Art von Experimenten gehört, lässt sich daraus nicht ableiten.
Die äußere Form erinnert stark an den unbemannten US-Raumgleiter X-37B. Beide Fahrzeuge besitzen einen kompakten Flugzeugrumpf mit Flügeln und können nach einem Raketenstart im Orbit operieren. Beim chinesischen Raumgleiter wirken die Tragflächen im Verhältnis zu ihrer Spannweite allerdings tiefer. Eine technische Gleichheit oder ein identischer Einsatzzweck folgt aus der Ähnlichkeit nicht.
Die US Space Force nutzt ihre X-37B als wiederverwendbare Plattform für technische Experimente. Bei der im August 2025 gestarteten achten Mission stehen nach offiziellen Angaben unter anderem Laserkommunikation und neuartige Navigationssensoren auf dem Programm. Für das chinesische Raumfahrzeug liegen vergleichbar genaue öffentliche Angaben zu seinen Nutzlasten und Experimenten nicht vor.
Raumgleiter und die Fähigkeit, andere Objekte im Orbit gezielt anzusteuern, sind sowohl zivil als auch militärisch nutzbar. Sie ermöglichen etwa technische Versuche, Inspektionen und das Aussetzen kleiner Sat