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Wie lange ist Christine Lagarde noch EZB-Chefin?
In vielen Euro-Ländern stockt die Konjunktur, Proteste wie in Frankreich setzen Regierungen unter Druck. Da bräuchte die EZB eine starke Führung - doch über die Zukunft von Notenbankchefin Lagarde wird heftig spekuliert.
Schon seit Monaten wabern Gerüchte über die Flure der Europäischen Zentralbank. Dort und im EZB-Rat wächst die Verärgerung über Präsidentin Christine Lagarde. Es gibt heftige Spekulationen, dass die Französin Anfang November zur Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums in Davos gewählt wird und ihren Posten bei der EZB dann vorzeitig aufgibt.
Regulär endet ihre Amtszeit Ende Oktober 2027. Bislang hat Lagarde die seit Monaten immer wieder kursierenden Gerüchte mal dementiert, mal ignoriert. Mitarbeiter und Ratsmitglieder möchten endlich eine klare Stellungnahme der Chefin.
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23.10.2026
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"Sie hat ihren Abgang zum Weltwirtschaftsforum nach Davos immer halbherziger abgestritten", sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING Deutschland. Er geht davon aus, dass es von der EZB bis Dezember eine offizielle Ankündigung geben wird.
Für ihn wäre ein vorzeitiger Weggang von Lagarde ein Beleg, dass sie sich nie als wirkliche Notenbankerin gesehen hat. "Es ist offenbar nicht ihr Herzensjob", so Brzeski. Ihre Vorgänger hätten die EZB förmlich gelebt, die Arbeit dort als Krönung ihrer Karriere begriffen. Lagarde erwecke da einen anderen Eindruck.
Auch der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, ist kritisch. "Die Diskussion um Lagarde ist unglücklich, sie dauert einfach schon zu lange", sagt er. Das lenke ab von den eigentlichen Problemen, nämlich der zu hohen Inflation und der Haushaltskrise in Frankreich.
Wer derzeit ein Haus kaufen will, muss für die Finanzierung besonders tief in die Tasche greifen.
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Die Diskussionen über die Zukunft ihrer Chefin treffen die europäische Notenbank in einer schwierigen Zeit. Die Konjunktur im Euroraum stockt in vielen Ländern. Gleichzeitig spitzt sich die geldpolitische Lage wieder zu. Das verlangt eine starke Führung.