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Jugendproteste in mehr als 30 Städten geplant
Wachsende Unzufriedenheit und Zukunftsängste: Die GenZ protestiert bundesweit für bessere Bildung, Klimaschutz und mehr politische Teilhabe. In mehr als 30 Städten sind Demonstrationen angekündigt.
Sie wollen endlich gehört werden, denn sie fühlen sich von der Politik seit Jahren übersehen. Für viele von ihnen ist es das erste Mal überhaupt, dass sie auf die Straße gehen. Selbst in Wuppertal basteln Jugendliche bis zuletzt an Plakaten mit ihren zentralen Forderungen: Bessere Schulen, keine Wehrpflicht und konsequenterer Klimaschutz.
Auch für die Initiative selbst ist es Neuland - der erste direkte Kontakt mit der Presse. Die Vertreter von "GenZ regelt" sind aus Köln, München, Frankfurt und Berlin zusammengekommen, um ihrer Wut und Enttäuschung eine Stimme zu geben.
FAQ
29.10.2026
Am Samstag soll es in zahlreichen Städten Deutschlands zu Protesten kommen. Wer protestiert - und warum?
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Ihre Motivation ist eindeutig. Steve, einer der Vertreter der Initiative, bringt es auf den Punkt: "Wir haben die Nase voll und wir haben uns kollektiv entschieden, am 31.10. zu demonstrieren. Wir werden unser Grundrecht zur Versammlung so lange wahrnehmen, bis sie aufhören, uns zu ignorieren. Wir sehen die Jugend und wir sind die Zukunft."
Verantwortlich ist die Gruppe für die Proteste in den Städten, die sie direkt vertreten. In gut 30 weiteren Städten finden zwar assoziierte Demonstrationen statt, doch für diese wolle man nicht stellvertretend sprechen.
Dennoch zeichnet sich eine bundesweite Bewegung ab: Es gibt über 160.000 Anmeldungen auf der Homepage der Initiative. Eine von ihnen ist die 17-jährige Marie Hacker. In Köln war sie bereits für Fridays for Future aktiv.
Dieses Mal geht es der Schülerin, die sich auch in der Landesschülervertretung engagiert, vor allem um den katastrophalen Zustand des Bildungssystems. "Wie wir in überfüllten Klassenräumen sitzen, es gibt Lehrermangel, die Gebäude werden nicht renoviert, wir sitzen in Containern - da merkt man akut gerade, dass nicht auf uns gehört wurde", schildert sie die alltägliche Realität an vielen Schulen. "Uns ist lange klar, dass die Strukturen junge Menschen mental kaputt machen und die Politik nicht darauf reagiert."
Das Gefühl der Verfehlungen zieht sich für viele Jugendliche durch den gesamten Schulalltag. "Wir werden in unseren Anliegen nicht gehört. Das merken wir, wenn wir in der Schule sitzen und wenn wir nicht einbezogen werden. Das macht uns wütend", so Marie Hacker.