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Gen-Z-Proteste: Was die Bundesregierung für die Jugend macht
Die bundesweit angekündigten Proteste junger Menschen werfen die Frage auf: Tut die Politik zu wenig für Jugendliche? Fragen an zwei junge Abgeordnete mit Blick auf Rente, Wehrdienst und Bildung.
"Meine Generation wurde in eine kaputte Welt geboren", sagt Luke Hoß. Der 25-jährige Linken-Abgeordnete ist auf dem Weg nach Frankreich, wo Schüler seit Wochen protestieren. Er will dort, wie er sagt, von der Bewegung lernen.
Konrad Körner, CSU-Abgeordneter aus Erlangen, widerspricht nicht grundsätzlich: "Ich verstehe den Frust vieler junger Menschen." Bezahlbares Leben, Bildung, Zukunftschancen - "das ist alles nicht mehr so selbstverständlich, wie es früher einmal war", sagt der 34-Jährige. Was also tut die Bundesregierung für die Jugend? Ein Blick auf drei Felder.
FAQ
29.10.2026
Am Samstag soll es in zahlreichen Städten Deutschlands zu Protesten kommen. Wer protestiert - und warum?
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Das erste Rentenpaket hält das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent, obwohl das die jüngere Generation belastet. Die Junge Gruppe der Union lief vergangenes Jahr dagegen Sturm. Auch Körner, der sich am Ende enthielt.
Warum Rentner in der Politik oft Vorrang haben, erklärt Politikwissenschaftlerin Pia Jaeger mit einfacher Arithmetik: 60 Prozent der Wahlberechtigten seien schon heute über 50. Parteien richteten sich nun mal nach denen, die sie wählen.
Körner von der CSU verweist aber auch auf das neue Altersvorsorgedepot: Ab 2027 kann man damit staatlich gefördert in ETFs sparen, für Junge seien das "mega Chancen". Dazu kommt die Frühstart-Rente, zehn Euro im Monat gibt der Staat für Kinder ab Jahrgang 2020. Die "Gen Z" selbst geht dabei leer aus. Luke Hoß von der Linken fürchtet, dass es "ein Geschenk an die Finanzwirtschaft" sei.
Auch bei den Fraktionschefs von Union und SPD gehen die Meinungen über den Zeitplan für die Reform auseinander.
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Junge Männer ab Jahrgang 2008 müssen wieder zur Musterung, flächendeckend soll es Mitte 2027 losgehen. Für Körner von der CSU ist das angesichts der Bedrohungslage Vorsorge: Jeder Euro für die Bundeswehr sorge dafür, "dass junge Menschen auch in Zukunft in Freiheit und Sicherheit leben können". Hoß hält dagegen: Menschen, die nicht betroffen seien, entschieden, dass 18-Jährige "schießen und töten lernen sollen". Der Bundestag, der das beschlossen hat, ist im Schnitt knapp 47 Jahre alt.