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Rufus 4.16: Entwickler rechnet mit AMI wegen NTFS-Bug ab
Ein Fehler im NTFS-Treiber von American Megatrends (AMI) kann die Prüfung bootfähiger USB-Sticks scheitern lassen. Rufus 4.16 Beta umgeht das Problem nun. Entwickler Pete Batard kritisiert AMI dafür scharf und spricht von Millionen betroffenen PCs. Eine unabhängige Zahl nennt er nicht.
Der Fehler steckt im NTFS-Treiber, den AMI für UEFI-Firmware bereitstellt und der unter anderem auf Mainboards von Asus, Gigabyte und Intel zum Einsatz kommt. Unter bestimmten Bedingungen liest der Treiber Daten von einem NTFS-formatierten Laufwerk falsch aus. Bei der optionalen UEFI-Medienprüfung von Rufus erscheinen dann Dateien als beschädigt, obwohl ihre Prüfsummen unter Windows und Linux stimmen.
Batard hat den Bug bereits 2024 in einem eigenen Testprojekt dokumentiert. Werden Daten in kleinen Blöcken von 2 oder 4 KB geschrieben und im UEFI ebenso stückweise gelesen, springt der Treiber bei manchen Lesevorgängen offenbar an den Dateianfang zurück. Mit einem anderen NTFS-Treiber ließ sich der Fehler nicht reproduzieren. AMI sei darüber informiert worden.
In den Release Notes zur neuen Beta bezeichnet Batard den Fehler als „stupid“ und spricht von Millionen PCs, die AMI „screwed up“ habe. Wie viele Rechner tatsächlich betroffen sind, ist nicht belegt. Rufus 4.16 soll die fehlerhafte UEFI-Medienprüfung umgehen, ohne dass dafür die Firmware der betroffenen Rechner aktualisiert werden muss. Der Treiber selbst bleibt unverändert.
Neben dem AMI-Workaround erkennt und meldet Rufus nun auch USB-Verbindungen mit 20, 40 und 80 Gbit/s. Behoben wurden zudem Fehler bei der unbeaufsichtigten Windows-Installation, der Größe einer EFI-Systempartition und der Übernahme von Zeitzonen. Eine Option stellt das klassische Windows-Kontextmenü wieder her. GRUB wird auf Version 2.16 aktualisiert; die Entwickler schließen außerdem mehrere Sicherheitslücken.
Rufus 4.16 ist derzeit als Beta für Windows verfügbar. Die letzte stabile Version bleibt 4.15.
Rufus ist ein kostenloses Tool, um einen USB-Stick mithilfe eines Images bootfähig zu machen.