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25 Jahre Burnout: Wie Criterion spektakulären Blechschaden auf der PS2 entfesselte
Mit waghalsigen Boost-Ketten und detailverliebter Zeitlupen-Zerstörung revolutionierte der PS2-Klassiker 2001 das Genre der Arcade-Rennspiele.
Im Spätherbst 2001 unternahm das britische Studio Criterion Games den Versuch, das verstaubte Genre der Arcade-Racer kräftig aufzumischen – mit Erfolg. Während die Konkurrenz um Gran Turismo sterile Runden auf abgesperrten Kursen drehte, warf Publisher Acclaim Entertainment euch in Burnout auf der PlayStation 2 mitten in den dichten Alltagsverkehr. Heute wird der Klassiker 25 Jahre alt.
Mit der hauseigenen RenderWare-Engine brannte Burnout ein Tempo-Feuerwerk ab, das PS2-Besitzer in Staunen versetzte. Wenig später folgten Umsetzungen für den Nintendo GameCube und die originale Xbox, was das Fundament für eine langlebige Serie bildete.
Criterion entwickelte nicht nur Burnout, sondern mit RenderWare eine der wichtigsten Grafik-Engines der 2000er-Jahre. Die Technologie trieb etliche Blockbuster der PS2-Ära an – darunter Meisterwerke wie Grand Theft Auto 3 – bevor Electronic Arts das britische Studio 2004 übernahm.
Brav fahren bringt euch in Burnout reichlich wenig. Um eure Boost-Leiste aufzufüllen, müsst ihr euch gezielt in Lebensgefahr begeben. Schneidet den Gegenverkehr haarscharf, driftetet im toten Winkel durch enge Kurven und sammelt waghalsige "Near Misses". Ist der Balken voll, zündet ihr den Turbo für einen Geschwindigkeitsrausch. Wer es schafft, den Nitro-Schub fehlerfrei aneinanderzureihen, entfesselt den namensgebenden Burnout und schießt regelrecht an der Konkurrenz vorbei.
Das spektakuläre Scheitern sorgte im Spiel jedoch genauso für Begeisterung. Während etablierte Rennserien sichtbare Karosserieschäden aus Lizenzgründen strikt verbannten, zelebrierte Burnout jeden Fahrfehler. Eine winzige Unaufmerksamkeit reichte aus, und euer Wagen zerschellte krachend an einem Linienbus oder einer Betonmauer. Die Kamera wechselte sofort in dramatische Zeitlupen: Splitterndes Glas flog durch die Luft, und Blech knautschte wie Papier zusammen. Diese Unfälle warfen euch zwar im Rennen bitter zurück, sahen aber so gut aus, dass ihr euch kaum darüber ärgern konntet.
Die späteren Takedowns gab es im Erstling noch nicht, doch mit Burnout gelang der Reihe ein gebührender Einstand und legte den Grundstein für äußerst erfolgreiche 2000er-Jahre. Criterion Games fing das Gefühl von purer, unkontrollierbarer Geschwindigkeit ein und bewies, wie viel Spaß das Brechen virtueller Verkehrsregeln macht. Ohne dieses furiose Debüt gäbe es heute weder das gefeierte Burnout 3: Takedown noch die Open-World-Freiheit von Burnout Paradise. Wer die Geburtsstunde des gepflegten Blechschadens heutzutage erlebt, spürt sofort die unbändige Energie, mit der Burnout damals seine Fans elektrisierte.