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Skyblivion: Ehemaliger Entwickler droht Fan-Projekt mit rechtlichen Schritten
Nach Streitigkeiten um Programmiercode strich das Team die betroffenen Daten komplett und baute das System neu auf. Der Release bleibt für 2026 angesetzt.
Ein ehemaliger freiwilliger Entwickler droht dem Team hinter Skyblivion mit rechtlichen Schritten. Grund für den Zoff ist Programmcode, den er zuvor selbst zu dem ambitionierten Fan-Remake von Oblivion in der Skyrim-Engine beigesteuert hatte.
Das inoffizielle Projekt legt den RPG-Klassiker The Elder Scrolls 4: Oblivion aus dem Jahr 2006 von Grund auf neu auf. Hinter der Entwicklung steht das sogenannte TES Renewal Project – eine Modding-Gruppe aus ehrenamtlichen Helfern, die parallel auch am Morrowind-Remake Skywind arbeitet.
Das ehrenamtliche Team hinter Skyblivion arbeitet seit Jahren daran, The Elder Scrolls 4: Oblivion sowie mit Skywind auch Morrowind in der moderneren Skyrim-Engine spielbar zu machen. Bethesda duldet die Mammutprojekte unter der Auflage, dass sämtliche Grafiken und Sounds neu erstellt werden.
Bethesda erteilte dem Vorhaben damals unter einer klaren Bedingung seinen Segen: Das Team muss sämtliche Assets des Originalspiels komplett durch eigene Kreationen ersetzen. Selbst als Bethesda im April 2025 ein offizielles Oblivion Remastered an den Start brachte, ließen sich die Modder nicht beirren und werkelten motiviert weiter.
In einem Statement auf X vom 30. Oktober schilderte das Skyblivion-Team nun die Hintergründe des Konflikts: Nach dem Ausstieg des Mitarbeiters stritten beide Parteien über die "weitere Nutzung und Pflege" seiner bisherigen Arbeiten.
A former volunteer is attempting to sue Skyblivion and we need your help pic.twitter.com/3Ee5eQTELG
Der Hauptstreitpunkt lag darin, dass das Team Teile des Codes dekompilierte. Laut den Entwicklern war dieser Schritt unvermeidlich, "um bestehende Funktionen aufrechtzuerhalten und Fehler zu beheben", nachdem man ihnen den Zugriff auf das ursprüngliche Quellcode-Repository entzogen hatte.
Daraufhin sei der ehemalige Entwickler laut dem Team einen Schritt weitergegangen und "eskalierte die Angelegenheit mit rechtlichen Drohungen". Unter anderem forderte er die Klarnamen und privaten Wohnadressen der ehrenamtlichen Teamleiter ein. Für die Modder eine klare Grenzüberschreitung: Das sei "etwas, das wir nicht akzeptieren konnten und für völlig unverhältnismäßig halten".
Das Team zog rechtlichen Beistand zurate und betont, dass man "vollauf von unserem Recht überzeugt ist, den eingereichten Code weiterhin zu pflegen". Um jedoch "unsere Freiwilligen vor unnötigem Stress zu bewahren und einen sauberen Schnitt zu machen", entfernten die Entwickler den betroffenen Code dennoch vollständig und bauten das entsprechende System kurzerhand von Grund auf neu.