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IG Metall weitet im Tarifstreit Warnstreiks aus
Die ersten Fließbänder standen schon am Sonntag still, mit dem Wochenbeginn rollt in der Metall- und Elektroindustrie nun eine größere Streikwelle an. Nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde rief die IG Metall zu Arbeitsniederlegungen auf.
Im Tarifstreit der deutschen Metall- und Elektroindustrie verleiht die Gewerkschaft IG Metall nach dem Ende der Friedenspflicht ihren Lohnforderungen mit Warnstreiks Nachdruck. Nachdem erste Arbeitsniederlegungen bereits in der Nacht zu Sonntag angelaufen sind, sollen die Aktionen am Montag ausgeweitet werden.
Zu Warnstreiks aufgerufen sind Betriebe unter anderem in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, und Bayern. Allein im Freistaat sollen 34 Betriebe bestreikt werden, auch in der Automobilindustrie.
Der bayerische Arbeitgeberverband vbm rief die IG Metall zur Mäßigung auf. "Die Gewerkschaft sollte es nicht übertreiben", sagte vbm-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt der Süddeutschen Zeitung. "Streiks passen überhaupt nicht zur momentanen Lage." Auch der Arbeitgeberverband Gesamtmetall verurteilte die Warnstreiks scharf. "Die Gewerkschaften richten damit aus organisationspolitischen Gründen unnötigen Schaden an", sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander dem Nachrichtenportal t-online.
Die IG Metall hat "starke Warnstreiks" angekündigt - und in der Nacht damit begonnen.
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Die IG Metall fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fünf Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah.
Die Gewerkschaft will die Proteste in der neuen Woche auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten und damit in den Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen.
Dieses Thema im Programm: Das Erste | Nachrichten | 02.11.2026 | 01:48 Uhr