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Fehlalarm in Kiew nach Hackerangriff auf Warn-App
Vor Angriffen warnt die Ukraine die Bevölkerung per App. Doch dabei gibt es nun ein Problem: Die App wurde gehackt, in Kiew wurde fälschlicherweise vor "Gefahr durch Strahlung" gewarnt. Auch Russland meldet einen Angriff auf seine Warn-App.
In der Ukraine und in Russland sind zahlreiche Menschen fehlerhaft vor angeblichen Angriffen gewarnt worden. Grund dafür waren offenbar Hackerangriffe auf die Warn-Apps zum Schutz der Zivilbevölkerung.
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Die ukrainische Luftwaffe bestätigte den Hackerangriff und sprach von einer "feindlichen Beeinträchtigung" der Luftalarm-App "Air Alert". Ein Luftwaffensprecher bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die App gehackt worden sei. Das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation machte Russland für den Angriff auf die App verantwortlich.
Auch das russische Katastrophenschutzministerium meldete einen massiven Cyberangriff auf seine Warn-App, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete. Es sei den Angreifern gelungen, Falschinformationen an die Bevölkerung zu versenden, hieß es weiter. Die russische Behörde machte demnach keine Angaben dazu, wen sie hinter dem Angriff vermutete. Die Webseite des Ministeriums für Warnungen war in der Nacht zunächst zeitweise nicht erreichbar. Es werde daran gearbeitet, die Schäden zu beheben.
Die zeitliche Abfolge der Ereignisse ließ zumindest die Vermutung zu, dass es sich nach der Attacke auf das ukrainische System um einen Gegenangriff Kiews gehandelt haben könnte.
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In Kiew wurde die Bevölkerung fälschlicherweise vor einer "Gefahr durch Strahlung" gewarnt - also einem Angriff mit chemischen Waffen. Das ukrainische Zentrum zur Bekämpfung von Falschinformation erklärte, die auf der App verbreiteten Informationen würden nicht die echte Gefahrenstufe widerspiegeln. Die Bevölkerung solle "ruhig" bleiben.
Medienberichten zufolge erschallten am späten Sonntagabend in manchen Regionen auch Warnsirenen. Die fehlerhaften Anzeigen verschwanden kurze Zeit später wieder. Die App sei vorübergehend außer Betrieb, teilte das ukrainische Ministerium für digitale Transformation mit.
Luftangriffe - und die nötigen regionalen Warnungen davor - sind für die Menschen in der Ukraine nach viereinhalb Jahren Krieg längst Alltag. Bei größeren Angriffen auf Kiew suchen Menschen häufig in den Stationen der U-Bahn Schutz. Oft bleiben der Bevölkerung in betroffenen Gebieten nur wenige Minuten, um sich in Sicherheit zu bringen.