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KI-Bagger - Google und Nvidia setzen auf Bagger ohne Fahrer – und das Startup dahinter ist erst zwei Jahre alt
KI am Steuer, aber nicht ohne Menschen vor Ort, die die Arbeit beaufsichtigen. (Bildquelle: Bedrock Robotics)
Den Boden für eine Straße, eine Fabrik oder ein Rechenzentrum auszuheben, wirkt auf den ersten Blick wie eine krisensichere Beschäftigung für Menschen, da letztlich jemand in der Kabine sitzen und die Hebel bedienen muss.
Ein Startup aus San Francisco will diese Spielregeln jedoch grundlegend ändern: An den Bedienelementen der schweren Baumaschinen soll künftig eine künstliche Intelligenz sitzen.
Das Unternehmen nennt sich Bedrock Robotics, hat sich gerade 600 Millionen Dollar frisches Kapital gesichert und liefert mit seinem Ansatz eine technologische Antwort auf den voranschreitenden demografischen Wandel.
Kurz zusammengefasst: Am 26. Oktober verkündete Bedrock (via Bloomberg) eine Series-C-Finanzierungsrunde über 600 Millionen Dollar. Angeführt wird die Runde von CapitalG, dem Wachstumsfonds der Google-Mutter Alphabet, und Emergence Capital. Neu dabei sind unter anderem Bessemer Venture Partners und Temasek. Auch bestehende Geldgeber wie Valor Equity Partners, 8VC und Nvidia über seinen Venture-Arm NVentures haben erneut investiert.
Die Strategie des Startups besteht darin, das frische Kapital zu nutzen, um die eigene Technologie auf weitere Maschinenflotten zu bringen und den Feldeinsatz sowie die Vertriebs- und Betriebsstrukturen auszubauen. Parallel zur Finanzierungsrunde stellte Bedrock zwei neue Führungskräfte vor.
Amy Jones Satrom wird Vizepräsidentin für den operativen Betrieb. Zuvor war sie bei Amazon, Nuro und Uber tätig. Neuer Chefjurist ist Lando Juarez, der die Rechtsabteilung von Ubers Sparte für autonome Mobilität und Lieferdienste leitete.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite Xataka und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
Bemerkenswert ist vor allem das enorme Tempo der Entwicklung. Im Juli des vergangenen Jahres trat das Startup mit 80 Millionen Dollar aus früheren Runden erstmals an die Öffentlichkeit. Im Februar dieses Jahres folgte eine Series-B-Finanzierung über 270 Millionen Dollar. Zu diesem Zeitpunkt lag die Bewertung bereits bei 1,75 Milliarden Dollar, während das gesamte Finanzierungsvolumen 350 Millionen Dollar überstieg.
Der entscheidende Sprung gelang mit der Series C, nachdem Bedrock Mitte August bekannt gab, dass seine Bagger vollautonom und ohne Fahrer in der Kabine bezahlte Arbeit auf Kundenbaustellen verrichten. Das überzeugte die Investoren, weitere 600 Millionen Dollar bereitzustellen, womit der Marktwert des Unternehmens auf 4,1 Milliarden Dollar kletterte.