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Call of Duty: Modern Warfare 4 verzeichnet zum US-Launch weniger aktive Spieler als Black Ops 7
Circana-Daten belegen deutliche Rückgänge auf PlayStation und Xbox. Vor allem das Fehlen im Game Pass bremst das Engagement des neuen Activision-Shooters.
Schon seit einer Weile kursieren Spekulationen, dass Call of Duty seinen alten Glanz verliert. Konkrete Zahlen und detaillierte Statistiken zu jedem einzelnen Teil der letzten Jahre fehlen uns zwar. Bei den Spielerzahlen zeichnet sich jedoch ein klarer Trend ab, den man kaum ignorieren kann.
Das US-Marktforschungsunternehmen Circana veröffentlichte nun Daten zum Spieler-Engagement von Modern Warfare 4 nach dem Launch und verglich diese mit den Werten von Black Ops 7.
Das US-Marktforschungsinstitut Circana (ehemals NPD Group) erhebt offizielle Gaming-Nutzungsdaten. Der Player Engagement Tracker ermittelt dabei plattformübergreifend den realen Anteil aktiver Spieler.
Die Erhebung stützt sich auf Circanas hauseigenen Player Engagement Tracker. Das Tool misst die Spieleraktivität in den USA auf Steam und PlayStation sowie weltweit auf Xbox. Laut Circana-Analyst Mat Piscatella zockten in der Woche bis zum 24. Oktober 19 Prozent der PlayStation-Nutzer Modern Warfare 4. Auf der Xbox waren es 17 Prozent und auf Steam 4,2 Prozent.
Mit Ausnahme von Steam liegen diese Werte unter den Zahlen des Vorjahres-Hits Black Ops 7. Dessen Launch-Woche verbuchte noch 23 Prozent Engagement auf PlayStation, 29 Prozent auf Xbox und magere 1,5 Prozent auf Steam.
In der Woche bis zum 24. Oktober schaffte es Call of Duty auf allen drei Plattformen immerhin in die Top 10, wie Circana meldet. Auf PlayStation landete der Titel sogar direkt hinter Fortnite – ein durchaus respektables Ergebnis.
Der deutliche Aktivitätseinbruch auf Xbox lässt sich vermutlich damit erklären, dass Modern Warfare 4 nicht direkt ab Tag eins im Game Pass landete. Black Ops 7 war der zweite (und vorerst letzte) CoD-Teil, der zeitgleich mit dem regulären Release im Game Pass startete. Ein Release im Game Pass kurbelt üblicherweise die Spielerzahlen massiv an, auch wenn sich das nicht immer in reinen Verkäufen niederschlägt.
Der Rückgang auf PlayStation lässt sich weniger leicht erklären. Womöglich handelt es sich um einen Nebeneffekt der äußerst erfolgreichen Ports von Black Ops 1 & 2, die im Sommer für PS4 und PS5 erschienen. Diese Versionen fingen viele abgewanderte Spieler auf, die das Interesse an modernen CoD-Ablegern schlicht verloren haben – völlig unabhängig von der gefühlten Qualität von Modern Warfare 4.
Blickt man auf die öffentlich zugänglichen Daten – etwa die Zahlen auf SteamDB, die den Launch von Modern Warfare 4 mit Black Ops 7 und anderen neueren Teilen vergleichen –, deutet vieles darauf hin, dass der diesjährige Ableger hinter seinem eigentlichen Potenzial zurückbleibt.