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Fate of the Galaxy: Kostenlose Star-Wars-Action für nostalgische X-Wing-Fans
Fast zwei Jahrzehnte lang war diese Total Conversion in Entwicklung. Jetzt liefert sie explosive Raumschlachten und kostet keinen einzigen Cent.
X-Wing und TIE Fighter sowie diverse Fortsetzungen sind an Star Wars angelehnte PC-Spiele, in denen man unter anderem in den gleichnamigen Weltraumjägern durchs All flog. Es waren prägende Vertreter eines Genres, das damals zu den größten zählte. Ihre Besonderheit war, dass man relativ viel Kontrolle über verschiedene Systeme der Schiffe hatte – was vor allem Spielemacher Lawrence Holland zu verdanken ist, der sich zuvor hauptsächlich durch Flugsimulationen einen Namen gemacht hatte.
Um euch nicht auf die Folter zu spannen: Eine Reihe an Fans war in den letzten 19 Jahren damit beschäftigt, auf Basis von Freespace Open ein Spiel namens Fate of the Galaxy zu entwickeln, das eine Fortsetzung von X-Wing beziehungsweise TIE Fighter sein könnte. Und diese Total Conversion wird auf ModDB kostenlos zum Download angeboten. Was ihr sonst noch dafür braucht? Nichts! Weder Freespace noch X-Wing – nur die Sehnsucht nach einer Zeit, als man sich in Videospiele noch ein wenig einarbeiten musste.
Denn Fate of the Galaxy ist so „komplex“, wie die sogenannten Weltraum-Simulatoren seinerzeit nun mal waren. Energiemanagement muss man hier ebenso beherrschen wie das Kommando über Flügelmänner sowie das richtige Einstellen der Schilde. Mit anderen Worten: Wer die Vorbilder damals gespielt hat, weiß exakt, was einen hier erwartet. Ich finde das großartig!
Dass man dem neuen Star-Wars-Abenteuer seine Wurzeln dabei jederzeit anmerkt, versteht sich von selbst. Vor allem audiovisuell dürft ihr kein neues Squadrons erwarten. Allerdings haben die Entwickler sämtliche Schiffe, Raumstationen, Planeten und was es sonst noch zu hören beziehungsweise sehen gibt, komplett selbst gestaltet. Ja, die Einsatzbesprechungen der drei Kampagnen sind sogar ebenso vertont wie Funksprüche der Flügelmänner, und zwar komplett ohne den Einsatz von KI-Werkzeugen.
Wobei... es sind sogar ganze sechs Kampagnen, allesamt angesiedelt in einer Zeit um Episode vier bis sechs. Bei der Hälfte handelt es sich dabei um klassische Missionsfolgen – jeweils fünf, was freilich nicht besonders viel ist –, bei den anderen hingegen um offene Touren, in denen man vor jedem Einsatz die Wahl hat, an welchem Ort man welchen Auftrag ausführen will. In denen wählt man zu Beginn sogar, was das Ziel der Kampagne sein soll, welche Schiffe zur Verfügung stehen und wie lange sie dauern sollen, bevor man einen Erfolg feiern kann oder die Niederlage eingestehen muss. Die variablen Einsatzbesprechungen sind in diesen drei relativ offenen Kampagnen allerdings nicht vertont.
Selbstverständlich zieht man dabei je nach Tour für das Imperium oder die Rebellion in den Kampf. Oder als Mitglied einer Piraten- beziehungsweise Schmugglergruppe, die in Fate of the Galaxy eine zentrale erzählerische Rolle spielen. Ach, und wer will, spielt sogar online oder im LAN. Damit habe ich mich allerdings noch nicht befasst.
Zusätzlich steht eine Reihe an Trainingsflügen sowie separaten Einsätzen zur Verfügung – oder wollt ihr gar eigene Missionen erstellen? Seid da nur gewarnt: Nachdem ich den Editor geöffnet hatte und einen einsamen X-Wing inmitten eines Rasterfeldes erblickte, über dem zahlreiche Schaltflächen thronten, war mir sofort klar, dass ich das Kreieren weiterer Inhalte den Experten überlassen würde.
Und das ist ja auch vollkommen in Ordnung! Ich wollte schon lange mal wieder X-Wing fliegen und kann das hier genauso tun, wie man es aus den LucasArts-Oldies kennt. Freespace Open, also die Engine des Ganzen, basiert zwar auf dem frei verfügbaren Sourcecode des gleichnamigen Klassikers, spielerisch und inhaltlich ist Fate of the Galaxy aber nicht umsonst eine Total Conversion.
Daher erinnern sowohl die Abläufe der teils vielschichtigen Missionen einschließlich Haupt- und Nebenzielen ebenso an die damaligen Spiele wie die ausführlichen Einsatzbesprechungen. Den Schwieri