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Weitere gefährliche Halloween-Süßigkeiten entdeckt - auch im Ausland
Nadeln in Schokoriegeln, Metall in Fruchtgummi: Immer mehr manipulierte Halloween-Süßigkeiten werden gemeldet - und das nicht nur in Deutschland. In einigen Fällen verletzten sich Kinder.
Nach Halloween sind weitere Fälle von Süßigkeiten bekannt geworden, in denen sich Nadeln, Schrauben oder andere Metallgegenstände befanden. Entsprechende Meldungen über solche Funde gab es in mehreren Bundesländern.
So entdeckte in Duderstadt in Niedersachen eine Elfjährige einen mit einer Nadel gespickten Schokoriegel und in Höxter, Nordrhein-Westfalen, bemerkte ein Vater ein Metallstück in einem Eiskonfekt. Im niederbayerischen Pilsting wurde eine Nadel in einer Süßigkeit sowie ein drahtähnlicher Gegenstand gefunden. In Unterfranken meldete die Polizei gleich drei neue Funde: In zwei Schokoriegeln steckten Nadeln, in einem Fruchtgummi ein scharfkantiges Metallteil.
Vorläufigen Zahlen der bayerischen Polizei zufolge sind im Freistaat zu Halloween deutlich mehr mit gefährlichen Gegenständen gespickte Süßigkeiten entdeckt worden als im Vorjahr. Eine Recherche im Vorgangsverwaltungssystem der Polizei habe für das laufende Jahr 25 Fälle von Süßigkeiten mit Nadeln, Schrauben und Nägeln ergeben, teilte das bayerische Landeskriminalamt (LKA) mit. Andere Gegenstände seien nicht abgefragt worden, die Dunkelziffer könne also noch deutlich höher sein.
Bundesweit häufen sich die Fälle gefundener Fremdkörper in Halloween-Süßigkeiten.
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Durch eine versteckte Nadel zog sich ein Kind aus Neustadt-Glewe im Kreis Ludwigslust-Parchim leichte Verletzungen im Mundbereich zu, wie die Polizei mitteilte. Im niedersächsischen Bremervörde verletzte sich eine Neunjährige an einer fünf Zentimeter langen Stecknadel in einem Schokoriegel an der Zunge.
Die Polizei rief alle Eltern dazu auf, die Süßigkeiten der Kinder zu überprüfen und verdächtige Fälle zu melden. Mit Blick auf den Martinstag am 11. November mahnte die Polizei Düsseldorf zudem zu besonderer Vorsicht. "Wir können nicht ausschließen, dass sich manche Menschen als Trittbrettfahrer betätigen und sich einen vermeintlichen Spaß machen wollen", sagte eine Sprecherin.
Niedersachsen, Deutschland, europaweit: Immer mehr Fälle zu spitzen Gegenständen in Süßem werden bekannt - teils mit Folgen.
ndr
Nicht nur in Deutschland wurden Funde von präparierten Süßigkeiten bekannt - auch in Österreich meldete in mehreren Bundesländern kleine Metallobjekte in Süßigkeiten. Ein Mädchen verletzte sich laut österreichischen Behörden leicht.
Auf einer Pressekonferenz sagte der Österreichs Innenminister Gerhard Karner: "Wir werden alles Menschenmögliche tun, damit wir dieses feige und hinterhältige Verbrechen aufklären." Als Konsequenz wurde im Bundeskriminalamt in Wien eine Ermittlungseinheit eingesetzt. Sie soll auch den Kontakt zu deutschen Behörden und Europol herstellen.