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Windows 11 wird schneller: Microsoft optimiert Leistung bei wenig RAM
von Benjamin Mamerow
4. Nov. 2026 |
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Acht Gigabyte Arbeitsspeicher galten in den vergangenen Jahren oft als Schmerzgrenze für Windows 11. Mit nem Dutzend offenen Browser-Tabs, Spotify und mehr gleichzeitig war das System dann allerdings schnell am Limit. Untermauert mit neuen Zahlen kündigt das Unternehmen nun aber an, das System für schmaler ausgestattete Laptops und Co. zukünftig besser gewappnet sein soll.
Im Vergleich zum Vorjahr spricht man von einer zwanzig Prozent höheren Reaktionsgeschwindigkeit. Beim Multitasking soll Windows 11 sogar rund vierzig Prozent schneller arbeiten. In internen Tests zeigte Microsoft, wie sich das bei zwanzig Edge-Tabs, einem hochauflösenden Video und mehreren Office-Programmen gleichzeitig so widerspiegelt. Bei solchen Zahlen sollte Skepsis mit am Start sein, denn Labortests unter Idealbedingungen zeigen bekanntlich selten das Bild eines normalen Einsatzbereichs.
Eine technische Änderung betrifft die Speicherkomprimierung. Windows 11 hält aktive Daten nun wohl intelligenter im schnellen Arbeitsspeicher, statt sie sofort auf die SSD auszulagern. Bis zu zwei Gigabyte mehr Arbeitsdaten sollen so im RAM verbleiben. Das soll verhindern, dass eine minimierte Excel-Tabelle beim Anklicken erst mühsam von der Festplatte nachgeladen werden muss.
Gleichzeitig speckte Microsoft eigene Systemkomponenten ab. Anstatt dass Widgets, Windows-Suche, OneDrive und die Fotos-App jeweils eine eigene Web-Engine im Hintergrund mitschleifen, greifen diese jetzt auf eine gemeinsame Instanz zurück. Zudem starten die Widgets auf Rechnern mit wenig Speicher nicht mehr ungefragt vorab, was rund zweihundert MB einsparen soll. Apps wie Word und Excel geben nach Optimierungen ebenfalls rund 350 MB RAM frei.
Wunder erwarten sollte man nun natürlich dennoch nicht. Ein älterer Laptop mit acht Gigabyte Speicher wird dadurch nun selbstredend nicht zur Rennmaschine. Für 4K-Videoschnitt andere anspruchsvolle Arbeiten reicht das immer noch nicht aus. Die Änderungen sind bereits Teil der aktuellen Windows-Updates und landen schrittweise auf den passenden Rechnern.
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