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itch.io löscht mehrere Terabyte KI-Slop und filtert KI-Projekte
Die Indie-Plattform itch.io hat mehrere Terabyte an KI-generierten Inhalten gelöscht. KI-Projekte lassen sich jetzt auch in der Suche ausfiltern.
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Die Spieleplattform itch.io hat mehrere Terabyte an KI-generierten Inhalten gelöscht. Zudem können Nutzer Projekte mit KI-Inhalten jetzt an weiteren Stellen der Seite ausfiltern, darunter in den Suchergebnissen.
„Habe gerade ein paar Terabyte KI-Slop gelöscht“, schrieb itch.io am Dienstag auf Bluesky. Welche Inhalte genau betroffen sind, schreibt der Betreiber nicht. Ein weiterer Post gibt zumindest einen Hinweis: Nur weil man zehn Terabyte schlecht optimierter, KI-generierter Modelle hochladen könne, solle man das noch lange nicht tun. itch.io erinnert dabei an eine Klausel gegen KI-Spam, die seit über zwei Jahren in den Qualitätsrichtlinien steht.
KI-generierte Inhalte sind auf itch.io nicht grundsätzlich verboten. Wer sie massenhaft hochlädt, muss aber mit einer Löschung rechnen. Hintergrund dürfte eine Flut neuer Projekte sein: Die Zahl der täglich neu angelegten Spieleseiten hat sich in den vergangenen zwei Monaten verdoppelt, teilte itch.io bereits am Sonntag mit. Die auf Indie-Spiele spezialisierte Plattform ist deutlich kleiner als Steam, unterliegt aber ähnlichen Debatten: Im vergangenen Jahr hatte itch.io etwa wie Steam auf Druck von Bezahldienstleistern zahlreiche Sex-Spiele aus dem Suchindex entfernt.
Mit dem neuen „No AI“-Filter lassen sich in der Suche Projekte ausblenden, für die Entwickler den Einsatz generativer KI angegeben haben. Grundlage ist die Selbstauskunft der Entwickler. Für Tabletop-Spiele, Bücher, Comics und Soundtracks ist diese Angabe jetzt Pflicht, wie itch.io ergänzt: Ohne ausgefülltes KI-Formular lassen sich Seiten in diesen Rubriken weder anlegen noch bearbeiten. Für Assets gilt die Pflicht schon seit zwei Jahren.
Auf Steam gibt es einen solchen Filter bislang nicht. Valve verlangt zwar seit 2024 ebenfalls Angaben zum KI-Einsatz, will aber nicht vorschreiben, mit welchen Werkzeugen Spiele entstehen. Stattdessen rät Valve Indie-Studios, sich mit Community und Updates gegen KI-Klone zu schützen.
Solche Klone lassen sich mit KI-Werkzeugen inzwischen in kurzer Zeit bauen, weshalb Anthropic die Regeln gegen Spieleklone in Claude Code verschärft hat.
Epic schlägt einen anderen Weg ein: Das Unternehmen will seinen Disney-Shooter vorrangig mit KI fertigstellen. Epic-Chef Tim Sweeney hält KI-Label in Spiele-Stores für sinnfrei, weil KI ohnehin in fast allen künftigen Produktionen zum Einsatz kommen werde.
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