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Analyse: Warum es sogar ein Erdrutschsieg der Demokraten wurde
Der Sieg der Demokraten ist mehr als deutlich. Sie gewinnen vor allem bei jungen Wählern, Schwarzen und Latinos hinzu. Einige Ergebnisse sind für die Republikaner regelrecht demütigend. Das hat viel mit Präsident Trump zu tun.
Für die Demokraten zeichnet sich ein Erdrutschsieg ab, der die Erwartungen deutlich übertrifft. Die Mehrheit im Senat dürfte über die jetzt schon sicheren 54 Mandate hinausgehen, auch im Repräsentantenhaus haben sie nun eine sichere Mehrheit von mehr als 218 Sitzen und können im Endergebnis sogar mit mehr als 250 Sitzen rechnen.
WIe ist der Stand bei der Auszählung der Wahlergebnisse für den US-Senat und das Repräsentantenhaus?
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Die Nachwahlbefragungen zeigen, dass die Demokraten die sogenannte Trump-Koalition von der Präsidentschaftswahl 2024 aufgebrochen haben. Trump hatte damals zwischen den klassisch republikanischen Gruppen auch jüngere Wähler, vor allem Männer mit niedrigem Einkommen und einfacher Bildung gewinnen können. Und er hatte bei Latinos und Schwarzen besser abgeschnitten als für die Republikaner üblich.
Bei den 18- bis 29-Jährigen gewinnen die Demokraten nach der Erhebung der US-amerikanischen Nachrichtenagentur AP bei der Wahl zum Repräsentantenhaus mehr als 70 Prozent aller Stimmen, 25 Prozent gehen hier an die Republikaner. Das sind im Vergleich zu 2024 rund 20 Punkte Zugewinn für die Demokraten und Verlust für die Republikaner.
Bei den schwarzen Wählerinnen und Wählern gewinnen die Demokraten voraussichtlich sechs Punkte hinzu und erzielen fast 90 Prozent der Stimmen, bei den Latinos kommen sie mit sieben Punkten Zugewinn bundesweit auf mehr als 60 Prozent. Sie bauen ihre Mehrheit in diesen Wählergruppen damit wieder auf früheres Niveau aus.
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04.11.2026
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Wie schon in den Vorwahlumfragen nennen auch am Wahltag die meisten Befragten Wirtschaft als wichtigstes Thema. 39 Prozent geben das an, 32 Prozent hat bei ihrer Entscheidung der Zustand der Demokratie am meisten beschäftigt. Das Thema Einwanderung war nur noch für 14 Prozent das wichtigste, deutlich weniger als vor zwei Jahren.
Ein großer Teil der Amerikaner leidet unter den drastischen Preissteigerungen seit der Pandemie. Durch den Krieg der USA gegen Iran sind die Benzin- und Dieselpreise zusätzlich gestiegen. Ein Fünftel der Wählerinnen und Wähler gibt an, durch die Inflation in großen finanziellen Schwierigkeiten zu sein, weitere 58 Prozent spüren dadurch zumindest einige Probleme im Alltag.