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Montenegro könnte EU-Mitgliedsland Nummer 28 werden
Viele Länder möchten EU-Mitglied werden - für Montenegro läuft es am besten. Die EU hält einen Beitritt des kleinen Balkan-Landes schon 2028 für möglich. Für andere Staaten gebe es hingegen gerade eher keine Perspektive.
In der Erweiterung der Union sieht die EU-Kommission einen Beitrag zu Frieden, Stabilität und Wohlstand in Europa. Das Westbalkanland Montenegro könnte laut ihrer Einschätzung das nächste neue Mitglied werden. Wie aus einer neuen Analyse der Behörde hervorgeht, schließt das Land die Beitrittsverhandlungen möglicherweise schon Ende des Jahres erfolgreich ab. Die Aufnahme könnte 2028 stattfinden.
Entscheidend werde in den kommenden Wochen sein, dass Montenegro beschlossene Reformen nachhaltig umsetze, heißt es in dem Papier weiter. Dann geht die Kommission nach eigenen Angaben davon aus, dass der Beitrittsvertrag im Juni 2027 unterzeichnet werden könne. Anschließend muss noch ein Beitrittsvertrag ausgehandelt und von allen bisherigen 27 Mitgliedstaaten ratifiziert werden.
Das kleine Land an der Adriaküste hat nur etwa 620.000 Einwohner - etwa so viele wie Düsseldorf.
Auch Albanien und Moldau könnten der Kommission zufolge in den kommenden Jahren der EU beitreten. Außerdem unterstützt die Behörde die Beitrittsbemühungen der Ukraine.
Der Abschluss der Beitrittsverhandlungen mit Albanien wird Ende 2027 für möglich gehalten, der mit Moldau Anfang 2028. Bis zur Aufnahme in die EU dürften dann aber auch bei ihnen viele Monate vergehen. In dieser Zeit muss zunächst ein Beitrittsvertrag fertig ausgehandelt und unterzeichnet werden. Anschließend müssen alle Mitgliedstaaten und das Kandidatenland den Vertrag ratifizieren.
Für alle Länder betont die Kommission, dass sie ihre Ziele nur erreichen können, wenn sie alle Aufnahmebedingungen erfüllen.
Beim jüngsten EU-Mitglied Kroatien dauerte das gesamte Verfahren rund zwei Jahre. Das Land war am 1. Juli 2013 beigetreten. Seitdem hat es keine weiteren EU-Beitritte mehr gegeben. Durch den Austritt Großbritanniens 2020 sank die Zahl der Mitgliedstaaten wieder auf 27.
Und damit eine erweiterte EU handlungsfähig bleibt, soll das Prinzip der Einstimmigkeit abgeschafft werden.
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Die Ukraine will Ende 2028 einen Abschluss der Beitrittsverhandlungen erreichen. "Die Europäische Kommission unterstützt dieses ambitionierte Ziel, ist jedoch der Auffassung, dass hierfür eine Beschleunigung des Reformtempos erforderlich ist", heißt es in der Analyse. Als schwierig gelten beispielsweise Reformen bei Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung. Besonders herausfordernd ist, dass die Reformen während des russischen Angriffskriegs umgesetzt werden müssen.