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Steam wird mit Spielen überflutet: Valve bestätigt massive Verzögerungen beim Prüfprozess
Wegen der enormen Menge an neuen Einreichungen stößt der Plattformbetreiber an seine Grenzen. Die Wartezeit für Entwickler steigt von fünf auf zwölf Tage.
Valve verzeichnet, dass in den vergangenen Monaten immer mehr Spiele auf Steam eingereicht worden sind. Die große Menge dieser Titel sorgt für erhebliche Verzögerungen bei der Überprüfung und Freigabe der Einreichung. Einige Entwickler könnten deshalb ihre geplanten Veröffentlichungstermine nicht einhalten.
Dabei wurden vor zehn Jahren insgesamt nur 4.500 Spiele auf Steam veröffentlicht. In diesem Jahr allein waren es bis November schon 24.299 Veröffentlichungen. Das sind mehr als fünfmal so viele wie vor zehn Jahren. Grundsätzlich müssen neue Titel einen Prüfprozess bei Valve durchlaufen, um sicherzustellen, dass das Spiel funktioniert, und auch Sicherheitsrisiken zu minimieren. Die eigentliche Wartezeit betrug bislang drei bis fünf Werktage. Aktuell ist die Zeit auf durchschnittlich zwölf Werktage angestiegen. Manche Spiele müssen sogar mehrfach geprüft werden, wenn diese zum Beispiel technische Probleme aufweisen.
Valve hat nun offiziell bestätigt, dass es zurzeit Schwierigkeiten gibt, und schrieb in seinem Statement (via IGN): "In den vergangenen Monaten haben wir einen deutlichen Anstieg der Einreichungen zur Überprüfung von Shopseiten und Spielversionen verzeichnet. Deshalb haben wir in den letzten Wochen daran gearbeitet, unsere Prüfprozesse entsprechend auszuweiten, um dem gestiegenen Aufkommen gerecht zu werden."
"Auch wenn noch einiges an Arbeit vor uns liegt, möchten wir bereits die ersten Verbesserungen vorstellen, die wir in den vergangenen Wochen umgesetzt haben. Die Änderungen sollen dafür sorgen, dass mehr Entwickler die Überprüfung ihrer Spielversionen bereits beim ersten Versuch erfolgreich bestehen und erneute Prüfungen aufgrund grundlegender Funktionsprobleme reduziert werden."
Weiter führte Valve aus: "Wir haben von vielen Entwicklern Rückmeldungen erhalten und wissen, wie belastend es war, länger als erwartet auf die Überprüfung aktualisierter Spielversionen warten zu müssen."
"Weitere Verbesserungen am Prüfprozess für Spielversionen sind bereits geplant, doch diese ersten Änderungen stellen einen guten Ausgangspunkt dar."
Neben den langen Wartezeiten wird zunehmend über die Verbreitung von minderwertigen KI-generierten Titeln diskutiert. Besonders die sogenannten "AI Slop"-Games und KI-generierte Nachahmungen von Spielen stehen in letzter Zeit in der Kritik.
Beim Steam Indie Connect in Südkorea wurde Valves Steam-Geschäftsteam von Entwicklern sogar direkt darauf angesprochen. Dort erklärte das Unternehmen, noch nach einer geeigneten Lösung für diese Problematik zu suchen. Ein generelles Verbot von KI-generierten Spielen ist jedoch derzeit nicht geplant. Stattdessen empfiehlt Valve den Entwicklern, ihre Titel möglichst einzigartig zu gestalten, um sie damit schwerer kopierbar zu machen.
Doch Steam hat jetzt schon die Regel, dass Entwickler Inhalte, die sie mit generativer KI erstellt haben, kennzeichnen müssen. Bei der KI-Nutzung, wie etwa der Überprüfung des Codes, ist eine solche Kennzeichnung nicht nötig.