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The Elder Scrolls 6: Sentinel – Fans spekulieren über geteilte Zeitlinien und alternative Geschichtsverläufe
Ein kryptisches Zitat im neuen Teaser entfacht wilde Theorien um Drachenbrüche, die Thalmor und Hammerfells Schicksal.
Nachdem gestern der kurze neue Teaser-Trailer zu The Elder Scrolls 6: Sentinel erschien, schießen die Story-Spekulationen in der Community regelrecht ins Kraut. Fans der Fantasy-Reihe diskutieren inzwischen alles: von alternativen Zeitlinien bis hin zu echten Spaltungen des Raum-Zeit-Gefüges.
Der gestrige Teaser, der im Rahmen der Feierlichkeiten zu Bethesdas 40. Jubiläum und inmitten schwerer Entlassungswellen in den Xbox-First-Party-Studios veröffentlicht wurde, fiel extrem minimalistisch aus. Der Clip zeigte zunächst nur Wüstensand, enthüllte dann den Untertitel „Sentinel“ und endete mit dem Zitat eines unbekannten Charakters. Das ist zwar nicht viel Material, reicht aber völlig aus, um hitzige Debatten darüber zu entfachen, was Bethesdas nächstes Rollenspiel bereithält.
Besagtes Zitat liefert dafür den perfekten Ausgangspunkt: „Die Schriftrolle gewährte nur ein Schimmern, einen Schleier, der sich kaum vor meinen Augen hob“, heißt es darin. „Eine verlorene Zukunft. Ein zunichtegemachter Sieg. Der Sand der Zeit, vom Schicksal verweht.“ Die Zeilen stammen laut Einblendung von Yazar, Mottenpriester von Hochkönigin Iradne von Hammerfell. Viele Fans messen jedoch der Datumsangabe – 4Ä 206 – eine ebenso große Bedeutung bei.
„Sentinel spielt wahrscheinlich fünf oder mehr Jahre nach dem Beginn von Skyrim“, vermutet Reddit-User 04nc1n9. „Hammerfell ist weiterhin eine Monarchie und hat das politische System nach der Abspaltung vom Kaiserreich nicht verändert. Die Krone Hammerfells verfügt über einen eigenen Mottenpriester, obwohl diese eigentlich dem Kaiserreich angehören. Und die Herrscherin besitzt Zugriff auf eine Elder Scroll, nachdem die Schriftrollen eigentlich verstreut wurden.“
Diese unerwartete Verbindung zwischen Mottenpriestern und Hammerfells Hochkönigin beflügelt die Community zusätzlich. Eine populäre Theorie verknüpft die zeitliche Nähe zu Skyrim mit den Thalmor als Hauptantagonisten. „Da so wenig Zeit vergangen ist, fungieren die Thalmor sehr wahrscheinlich als Gegenspieler“, schreibt User Jonesketi. „Und weil Hammerfell weiß, wie viel Unheil man mit den Schriftrollen der Alten anrichten kann, trafen sie wohl eigene Vorkehrungen. Die Thalmor geben ohnehin hervorragende Schurken ab. In Skyrim durfte man sie schließlich nicht endgültig zur Strecke bringen – Sentinel könnte da endlich die verdiente Genugtuung liefern.“
Der vage Wortlaut des Zitats befeuert noch weitaus wildere Hypothesen. Wegen der Formulierung „ein zunichtegemachter Sieg“ blicken etliche Fans auf frühere Konflikte zurück und vermuten einen sogenannten Dragon Break (Drachenbruch). Dabei handelt es sich um ein Phänomen in der Lore, bei dem sich die Zeitlinie aufspaltet und mehrere widersprüchliche Ereignisse gleichzeitig wahr werden, sobald die Zeitstränge wieder verschmelzen. In früheren Teilen diente dieser Kniff schon oft als elegante Erklärung für multiple Enden.
Die Vorstellung ungeschehen gemachter Ereignisse brachte User Wafelze auf das Numidium. Die Aktivierung dieses gigantischen mechanischen Golems löste in The Elder Scrolls 2: Daggerfall damals einen solchen Drachenbruch aus. „Wenn man bedenkt, wie zentral Zeit für Skyrims Handlung war, würde es mich nicht wundern, wenn hier die Zeit komplett aus den Fugen gerät.“
„Ich glaube eher, dass es um die Erschaffung Nirns und Lorkhan geht“, meint hingegen Potential Film 7140. „Die Altmer verabscheuen Lorkhan, während die Menschen die Erschaffung der Welt als Sieg begreifen. Die Elfen sahen das nie so. Vielleicht versuchen sie, die Schöpfung der Göttlichen rückgängig zu machen, um zu ihrer ursprünglichen Ahnenform zurückzukehren. Eine gewagte These, aber mein Bauchgefühl sagt genau das.“
Zusätzlich verschmelzen die Ideen um Zeitlinien und Thalmor zu einem Szenario, das an eine Alternativweltgeschichte à la ‚Das Orakel vom Berge‘ erinnert – angesiedelt in einer Realität, in der