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Hongkongs Demokratie-Aktivist Wong zu weiteren zehn Jahren Haft verurteilt
Einst führte Joshua Wong in Hongkong Proteste für mehr Demokratie an. Nun wurde der ehemalige Studentenführer zu weiteren zehn Jahren Haft verurteilt. Grundlage ist das von China auferlegte "Sicherheitsgesetz".
Auch Frau Wong ist zum Gebäude des Obersten Gerichtshofs in Hongkong gekommen. Verwandt ist sie nicht mit Joshua Wong. Sie sei aber fasziniert von ihm, wie sie sagt. Joshua Wong hat vor gut zehn Jahren Jugend- und Studentenproteste gegen Chinas zunehmenden Einfluss in Hongkong mitveranstaltet.
Für sein Engagement zahle er einen hohen Preis, sagt Frau Wong. "Viele hier denken, dass er sofort freigelassen werden sollte. Er sitzt im Gefängnis für seine Überzeugungen und wegen politischer Ungerechtigkeit."
Es ist das zweite Mal, dass Joshua Wong nach dem sogenannten "nationalen Sicherheitsgesetz" verurteilt wird. Ein Gesetz, das laut Beobachtern vor allem dazu dient, kritische Stimmen - gegenüber der Kommunistischen Partei in Peking - zum Schweigen zu bringen.
Wong verbüßt bereits eine mehr als vierjährige Haftstrafe wegen "Verschwörung zur Untergrabung der Staatsgewalt", wie es im Urteil heißt. Im kommenden Jahr soll diese Strafe eigentlich enden.
Weltspiegel
29.09.2024
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Um kurz vor 11:00 Uhr verkündet der Richter das Urteil: Nochmal zehn Jahre Gefängnis. Auch weil Joshua Wong zwischen Juli und November 2020 mit weiteren Personen zusammengearbeitet habe, um ausländische Kräfte zu feindseligen Handlungen gegen Hongkong und China zu bewegen, so die offizielle Begründung. Dessen hatte sich Wong schuldig bekannt - eigentlich in der Hoffnung auf eine weniger harte Strafe.
Doch diese Hoffnung auf eine mildere Strafe erfüllte sich nicht, auch wenn das Gericht Wongs Reue und Rehabilitation anerkennt, wie es heißt. Die Höchststrafe wäre theoretisch lebenslang.
Gruppen wie Human Rights Watch und das Hongkong Democracy Council kritisieren das Urteil scharf, nennen es grausam. Der Chef der Hongkonger Polizei, Steve Li Kwai-Wah, lobt anschließend die Entscheidung und gibt dem verurteilten Aktivisten mit auf den Weg: "Ich hoffe sehr, dass er seine Zeit im Gefängnis nutzt, um über seine Taten und Verfehlungen nachzudenken." Er müsse lernen, das Gesetz zu respektieren und sein eigenes Land zu verstehen, so der Polizist.