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Neuer Hotfix für World of Warcraft: Forever setzt extrem schnellen Flaggenträgern ein Ende
Tauren nutzten einen Tempo-Bug für blitzschnelle Siege in der Warsong Gulch. Blizzard schiebt dem Treiben nun per Patch einen Riegel vor.
World of Warcraft: Forever hat seinen ersten großen Hotfix-Patch spendiert bekommen. Das Update räumt unter anderem mit einem extrem mächtigen Bug auf, der PvP-Schlachtfelder wie die Warsong Gulch massiv zugunsten der Horde kippen ließ.
Wenn Tauren sprinten, bauen sie nach und nach Stapel für erhöhtes Bewegungstempo auf. Pro Stapel gibt es zwei Prozent mehr Speed, und das Ganze stackt bis zu 30 Mal. Am Ende flitzt ein Taure also mit satten 60 Prozent mehr Tempo über die Map. Bleibt man stehen, schwinden die Stapel allerdings wieder. Kurz gesagt: Kühe sind verdammt schnell zu Fuß.
Der Hotfix, den Blizzard in diesem Blogpost aufgeschlüsselt hat, unterbindet nun, dass sich das Plainsrunning-Passiv der Tauren schon während der Vorbereitungsphase eines Schlachtfelds hochstapelt. Spieler nutzten das schamlos aus: Sie liefen vor dem Startschuss in der Warsong Gulch minutenlang hin und her. Da es sich um Capture-the-Flag handelt, sprinteten die Tauren beim Öffnen der Tore schlicht allen davon. So konnten sie im Handumdrehen zur gegnerischen Basis stürmen und die Flagge direkt zu Matchbeginn einsacken.
Obendrauf entfernt der Hotfix alle Plainsrunning-Stapel, sobald ein Taure die feindliche Flagge aufhebt. Während man die Flagge trägt, lassen sich auch keine neuen Stapel mehr aufbauen. Das Ziel des gegnerischen Teams besteht schließlich darin, den Flaggenträger möglichst schnell abzufangen und umzuhauen. Wenn ein Taure allerdings schneller unterwegs ist als euer gesamter Kader, macht das die Sache beinahe unmöglich.
Dazu kommt: Tauren können zähe Krieger oder Druiden sein, was sie nur noch schwerer zu knacken machte. Nach der Anpassung lassen sie sich nun deutlich besser festsetzen. Zwar können Tauren ihr Plainsrunning immer noch nutzen, um frühzeitig in die gegnerische Basis zu preschen – der irre Turbo-Vorsprung direkt von der Startlinie weg fällt damit aber flach.
Das war ganz sicher der einzige Grund, warum meine Allianz-Runden in der Warsong Gulch heute Morgen alle in die Binsen gingen – und keineswegs, weil meine Fraktion aus Noobs besteht. An anderer Front gibt es ebenfalls Neuigkeiten zu World of Warcraft: Forever: Der Release Anfang der Woche galt abseits ein paar verbuggter Schiffe und Zeppeline als einer der reibungslosesten der Seriengeschichte.
Außerdem verkürzt der Hotfix die Respawn-Zeit des NPCs Deathstalker Erland, den man für eine Eskort-Quest benötigt. Zuletzt lungerten haufenweise Spieler an seinem Spawnpunkt herum und warteten sich die Beine in den Bauch. Zudem führen die Händler auf Zephras Isle nun nützliche Taschen für Handwerksmaterialien, wie man sie schon aus anderen Startzonen kennt. Hat wohl an den Lieferketten gelegen – bis da oben hin dauert der Versand eben ein Weilchen.