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Ilse Aigner soll laut ARD-Informationen Bundespräsidentin werden
Sie wäre dort die erste Frau: Laut ARD-Hauptstadtstudio werden CDU und CSU Ilse Aigner als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin vorschlagen. Gemeinsam mit der SPD hätten sie in der Bundesversammlung eine Mehrheit.
Die Unionsparteien sind sich einig, dass sie die CSU-Politikerin Ilse Aigner als Bundespräsidentin vorschlagen wollen. Das erfuhr das ARD-Hauptstadtstudio. Ihre Nominierung soll am Montag bekannt gegeben werden. Zuerst hatten die Süddeutsche Zeitung und der Spiegel darüber berichtet.
Die formelle Entscheidung sollen CDU-Präsidium und -Vorstand am Montag treffen. Schon am Sonntagabend trifft Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz die Mitglieder des Präsidiums zu einem Abendessen. CSU-Chef Markus Söder hatte Aigner schon im April ins Spiel gebracht.
Das neue deutsche Staatsoberhaupt wird von der Bundesversammlung am 30. Januar gewählt. Frank-Walter Steinmeier (SPD) scheidet dann nach zehn Jahren aus dem Amt.
Der Versammlung gehören neben den 630 Bundestagsabgeordneten ebenso viele Wahlleute aus den Ländern an. Union und SPD haben dort eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Merz versucht, die Grünen einzubinden.
Die AfD will einen eigenen Kandidaten aufstellen. Das gilt wegen der Mehrheitsverhältnisse aber als aussichtslos.
Analyse
05.11.2026
Eine Frau soll es werden - so weit hat sich Kanzler Merz in der Bundespräsidenten-Frage festgelegt.
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Merz hatte sich bislang nicht öffentlich geäußert, ob er die 61-Jährige unterstützt. Er legte sich lediglich fest, dass eine Frau ins höchste Staatsamt gewählt werden soll. Merz hatte klargemacht, dass er das Vorschlagsrecht bei der CDU sieht - sie ist die stärkste Kraft in der Bundesversammlung.
In den vergangenen Tagen hatten sich immer mehr CDU-Landeschefs für Aigner ausgesprochen. Auch Unions-Fraktionschef Thorsten Frei äußerte sich positiv über sie.