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Eine Rückkehr von Bloodborne ist aufgrund der Reche wohl kompliziert
Ein Remaster oder Sequel scheitert laut Shawn Layden an geteilten Markenrechten zwischen Sony, FromSoftware und Kadokawa – während Miyazaki die Zeit fehlt.
Jedes Jahr hoffen Bloodborne-Fans auf ein neues Spiel in FromSoftwares Lovecraft-Universum. Und jedes Jahr rückt ein Bloodborne 2 oder zumindest ein Bloodborne Remastered in scheinbar weite Ferne. Doch woran liegt das eigentlich? Ex-PlayStation-Chef Shawn Layden macht dafür vor allem eine vertrackte Rechte-Situation verantwortlich.
Im Interview mit dem Podcast The Trophy Room sprach Layden über die Funkstille rund um Bloodborne in den zehn Jahren, seit der Blutmond erstmals am Himmel aufging. Dabei stellte er klar, wie schwierig die Rückkehr zu einem geliebten Franchise grundsätzlich ist.
„Alte Spiele neu aufzulegen, bringt immer gewisse Herausforderungen mit sich“, erklärte er. „Schafft man es, dem Original treu zu bleiben und gleichzeitig das damalige Phänomen noch einmal einzufangen?“
Bei Bloodborne gestaltet sich die Lage jedoch noch deutlich komplizierter: Offenbar sind die Rechte zwischen Original-Publisher PlayStation, Entwickler FromSoftware und dessen Mehrheitseigner Kadokawa Corporation aufgeteilt.
„Daran hängen extrem viele verschiedene Rechte. Wenn Sony, FromSoftware und deren Mutterkonzern alle mitreden, ist es wohl die größte Hürde, überhaupt alle an einen Tisch zu bekommen und auf denselben Nenner zu bringen“, betonte Layden.
Layden, der die Marke PlayStation während der überaus erfolgreichen PS4-Ära anführte, bezeichnete die Zusammenarbeit mit FromSoftware bei Bloodborne und dem originalen Demon's Souls als „fantastisch“.
Trotz unzähliger Fan-Forderungen und konstanter Verkaufszahlen über mehr als ein Jahrzehnt hinweg sitzt Bloodborne nach wie vor auf der PS4 fest – dank Abwärtskompatibilität läuft es immerhin auch auf der PS5. Am nächsten kam einer Neuauflage wohl Bluepoint Games: Das Team schlug angeblich ein Remake vor, bevor Mutterkonzern PlayStation das renommierte Studio dichtmachte. FromSoftware soll dem Vorhaben damals allerdings eine Absage erteilt haben.
Ein weiterer früherer PlayStation-Manager, Shuhei Yoshida, äußerte vor einiger Zeit eine andere Vermutung. Seiner Ansicht nach liegt ein Bloodborne-Remake auf Eis, weil Director und Soulslike-Pionier Hidetaka Miyazaki das Projekt lieber selbst leiten würde: „Miyazaki-san liebt Bloodborne und sein damaliges Werk über alles. Ich glaube, er hat großes Interesse daran. Gleichzeitig ist er so erfolgreich und beschäftigt, dass ihm schlicht die Zeit fehlt – und er will nicht, dass jemand anderes Hand anlegt.“
Immerhin an anderer Front tut sich etwas: Aktuell befindet sich ein Bloodborne-Animationsfilm in der Entstehung, bei dem YouTuber JackSepticEye als Co-Produzent an Bord ist.