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AWOL Vision Aetherion Pro: 4K-Laser-Projektor im Test
von Carsten Knobloch
7. Nov. 2026 |
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Wer auf der Suche nach einem Bild jenseits der 100 Zoll (ca. 2,54 m) ist, landet vermutlich früher oder später bei Ultrakurzdistanz-Projektoren (UST). Die Kisten stehen direkt vor der Wand oder Leinwand und ersparen lange Kabelwege quer durch den Raum.
AWOL Vision hat mit dem Aetherion Pro ein Modell auf den Markt gebracht, das mit einer RGB-Dreifach-Laserlichtquelle, Google TV, HDMI 2.1 und einem DisplayPort-Anschluss aufwartet. Ich habe mir den Projektor in den vergangenen Wochen im Heimkino-Einsatz genauer angeschaut und geprüft, was die technischen Daten in der Praxis taugen.
Vorab zu mir: Ich bin normalerweise hauptsächlich OLED-Nutzer, habe aber schon diverse Projektoren ausprobieren können - dafür habe ich mir auch im Schlafzimmer an der großen Wand ein nettes Setup mit entsprechender Leinwand aufgebaut. Der WAF ist dabei einige Zeit nicht so hervorgestochen, doch wenn man theoretisch auch mal Kinoabend im Bett machen kann, ist das schon ganz nett. Ist auch mal ganz bequem, da ne Runde zu daddeln oder das Abendspiel in der Champions League zu schauen.
Das Gehäuse des Aetherion Pro fällt recht wuchtig aus, wirkt aber solide verarbeitet. Im Lieferumfang befinden sich neben dem Gerät selbst eine passende Staubschutzabdeckung, ein Mikrofasertuch sowie die notwendigen Kabel.
Ein Blick auf die Anschlüsse zeigt eine Besonderheit, die man bei Laser-Projektoren selten sieht: Neben drei HDMI-2.1-Ports (einer davon mit eARC für die Tonausgabe an Soundbars oder AV-Receiver), zwei USB-Buchsen und einem LAN-Port verbaut der Hersteller einen vollwertigen DisplayPort-Eingang. Für alle, die einen PC ohne HDMI-2.1-Grafikkarte oder einen Gaming-Rechner direkt anschließen wollen, ist das vielleicht eine nützliche Option.
Als Betriebssystem ist Google TV vorinstalliert. Dem System stehen 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB interner Speicher zur Verfügung. Nach dem Hochfahren reagieren die Menüs recht zügig und Apps wie Netflix oder Prime Video starten ohne lange Wartezeiten.
Die mitgelieferte Fernbedienung bietet Direktwahltasten und ein Mikrofon für Sprachbefehle, besitzt allerdings nur eine teilweise Tastenbeleuchtung. Google TV ist für mich so ein Naja-Ding, ich bin aus Gründen mit einem Apple TV unterwegs, da mich die Oberfläche von Amazon sowie Google nicht anspricht, wobei man den Google-TV-Kram ja vielleicht durch einen anderen Launcher ersetzen möchte. Für meinen Test bin ich zweigleisig gefahren, sowohl mit dem aufgespielten System als auch mit einem Apple TV.
Hier fange ich bereits mal an. Das System basiert auf Android 14, Sicherheitspatch von Dezember 2025. Ja, richtig gelesen. Dazu kommt, dass die Software auf dem Projektor selbst eine Frechheit ist. Man kann das Gerät theoretisch in HomeKit einbinden. Der Klick auf den entsprechenden Menüpunkt fördert allerdings nur einen schwarzen Bildschirm hervor. Nichts anderes. Mööp. Großer Punktabzug.
Dass ich zu diesem Menüpunkt überhaupt navigieren konnte, ist ein großes Wunder, denn die Fernbedienung hat es bei mir fast nicht überlebt. Sie reagierte teilweise gar nicht, oder machte was sie wollte. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Batterien rausgenommen und neu eingelegt: 1 bis 2 Minuten normale Funktion, bis sie wieder rumgesponnen hat. Blanker Hass, denn die Kiste war so unbenutzbar. Abhilfe schaffte die Google-TV-App zur Bedienung, die aber auch kein Genuss ist.