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Smart Glasses zwischen Teilhabe, Missbrauch und Lifestyle | c't uplink
Manche Menschen fürchten lückenlose Überwachung durch KI-Brillen, andere genießen dank der Technik mehr Lebensqualität. Der c’t uplink beleuchtet das Thema.
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In der Debatte über Smart Glasses dominiert oft die Angst vor Überwachung und Stalking. Positive Aspekte von KI-Brillen gehen dabei schnell unter: Die Gadgets erleichtern beispielsweise Menschen mit Sehbehinderung den Alltag und ermöglichen mehr Teilhabe. In der neuen Ausgabe des c’t uplink, moderiert von c’t-Redakteurin Greta Friedrich, diskutieren wir die Chancen und Risiken von smarten Brillen.
Den wöchentlichen c't-Podcast c't uplink gibt es ...
Zu Gast im Podcast ist unter anderem Karina Henseleit. Die Teilhabeberaterin ist von Geburt an blind und nutzt seit einigen Monaten eine smarte Brille. Für sie ist das ein Gamechanger: „Ich kann mir mein eigenes Spiegelbild beschreiben lassen, die Brille sagt mir zum Beispiel, wenn ich einen Fleck auf dem Pullover habe“, berichtet sie. „Die Brille hilft mir aber auch draußen bei der Orientierung, wenn ich sie mit passenden Apps verbinde – und ich kann sie freihändig nutzen.“
In unserer alternden Gesellschaft könne jeder im Lauf seines Lebens in die Situation kommen, auf Hilfsmittel angewiesen zu sein. Durch KI-Unterstützung eröffneten sich da neue Möglichkeiten, sagt Henseleit. Sie ist enttäuscht, dass diese neue Technik in der öffentlichen Diskussion eher verteufelt wird.
Das beobachtet auch c’t-Redakteur Nico Jurran, der ebenfalls zu Gast im Podcast ist. Er beschäftigt sich seit Jahren mit smarten Brillen und verfolgt deren Entwicklung: „Leute mit so einer Brille auf der Nase stehen aktuell unter Generalverdacht“, berichtet er. Auch Karina Henseleit sagt: „Ich bin mittlerweile unsicher: Wann setze ich sie auf, wann lasse ich es lieber?“
Einig ist sich die Runde dabei, dass der Missbrauch smarter Brillen ein großes Problem ist – ebenso wie der Missbrauch von Smartphones oder GoPros. Denn auch mit diesen Geräten werden Menschen heimlich gefilmt und fotografiert, die Bilder anschließend ins Netz gestellt. Im Fokus von Petitionen und Strafanzeigen stehen derzeit aber vor allem die Brillen. „Das ist mir zu kurz gedacht“, meint Nico Jurran.
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