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Strata Files: Schnelle und quelloffene Finder-Alternative für macOS
von Carsten Knobloch
8. Nov. 2026 |
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Wer auf dem Mac schon länger nach einem schnellen Ersatz für den hauseigenen Finder sucht, kann sich das Projekt Strata Files einmal anschauen. Die Anwendung versteht sich als klassischer Dateimanager, verzichtet komplett auf Webviews oder Electron und setzt stattdessen voll auf natives AppKit und Swift. Das Projekt ist quelloffen unter der MIT-Lizenz auf GitHub unterwegs und kostenlos nutzbar.
Vom Aufbau her orientiert sich Strata Files an dem, was man vom macOS-Finder kennt, packt aber einige oft vermisste Funktionen obendrauf. Die integrierte Suche indiziert den Benutzerordner sowie installierte Programme und spuckt Ergebnisse bei der Eingabe praktisch ohne Verzögerung aus. Ordner zeigen ihre tatsächliche Dateigröße sofort beim Öffnen an, das bekannte und oft zähe Berechnen entfällt. Dabei versteht die Suchmaske neben regulären Dateifiltern auch einfache Suchbegriffe in natürlicher Sprache. Nachteil: Die App lässt sich auf Deutsch einstellen, natürliche Sprache ist aktuell nur auf Englisch möglich.
Neben den vier gewohnten Ansichten für Symbole, Listen, Spalten und Galerie gibt es eine fünfte Ansicht für die Speicherplatzbelegung. Damit lässt sich visualisieren, welche Ordner und großen Dateien den Speicherplatz belegen. Wer lieber klassisch zweispaltig arbeitet, aktiviert per Tastenkürzel den Dual-Pane-Modus, um zwei Ordner nebeneinander zu öffnen und Dateien abzugleichen.
Gesteuert wird das Ganze mit starkem Fokus auf die Tastatur, aber ja, Mausgedöns ist natürlich auch möglich! Über Command+K öffnet sich eine Befehlspalette, über die ihr durch Ordner navigieren und Befehle aufrufen könnt. Dazu gibt es Vorschauen für Archive, Markdown, HTML, JSON, CSV oder SQLite-Datenbanken direkt per Leertaste. Entwickler bekommen zudem Git-Status-Badges an Dateien angezeigt und können Verbindungen zu SFTP-Servern sowie S3-Buckets herstellen oder lokale Container aus Docker und OrbStack einsehen.
Größere Kopiervorgänge lassen sich pausieren und bei Dateikonflikten gibt es für Textdateien eine direkte Diff-Ansicht, bevor etwas überschrieben wird. Dateioperationen wie das Umbenennen oder Löschen lassen sich über eine Verlaufshistorie auch nachträglich wieder rückgängig machen. Auf Rechnern mit Apple Intelligence kann die Software zudem Zusammenfassungen von PDFs direkt im Inspektor erstellen.
Strata Files liegt aktuell in Version 0.7.5 vor, ist knapp 10 MB groß und läuft auf Macs mit Apple Silicon. Die Installation klappt entweder als Download über GitHub oder bequem über Homebrew mit dem Befehl brew install --cask cristipufu/tap/strata. Nutzt ihr für die Dateiverwaltung eigentlich den Standard-Finder oder greift ihr zu Alternativen? Ich nutze eigentlich nur den Finder, kenne so seine Stärken und Marotten, habe aber tatsächlich noch Bloom und seit 100 Jahren ForkLift auf der Platte.
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