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Willie Nelson: Country-Ikone findet, er habe lange Zeit »alles falsch gemacht«
Countrymusiker Willie Nelson, 93, hat seine Memoiren geschrieben – will aber kein Mann der großen Worte sein. Er sei am glücklichsten, wenn er mit Freunden zusammensitze, Domino oder Poker spiele und dabei Cannabis konsumiere. Deshalb bestehe sein Buch vor allem aus Gesprächen mit vertrauten Menschen, sagte Nelson in einem Interview mit dem »Guardian«.
Beim Schreiben habe er nicht viel über sich gelernt, er habe das Buch verfasst, weil »ein paar Leute wollten, dass ich es tue«. Nelson veröffentlichte in diesem Jahr sein 79. Studioalbum. Er gilt als letzte lebende Country-Ikone und als Musikerinstanz, die Generationen verbindet.
Willie Nelson im Jahr 1980: Bis heute 79 Studioalben
Sein Rezept für ein glückliches Leben: »Ich sage immer: Stell dir vor, was du willst, und dann lass es gut sein. Und achte darauf, dass das, was du dir wünschst, auch wirklich das ist, was du willst.« Zum Leben nach seinen Vorstellungen gehöre auch, nichts zu erzwingen.
Dieser entspannten Einstellung scheint Nelson lebenslang mit Drogen nachgeholfen zu haben. Denn fast ebenso berühmt wie für seine Musik ist Nelson für seinen exzessiven Cannabiskonsum. Rapstar Snoop Dogg erzählte einmal in der Talkshow von US-Entertainer Jimmy Kimmel, Nelson sei der einzige Mensch, der ihn im Kiffen übertroffen habe.
Nelson erzählte dem »Guardian« allerdings, mit 86 Jahren habe er Joints endgültig abgeschworen, seither konsumiere er die Cannabiswirkstoffe THC (für den Rausch) und CBD (gegen die Schmerzen) in Form von Speisen und Getränken. Das habe ihm beim Schreiben seines Buches geholfen: »Es entspannt einen so sehr, dass man vielleicht etwas anders denkt.«
Dass er mit über 90 Jahren neue Alben veröffentlichen und Konzerte spielen würde, habe er früher für ausgeschlossen gehalten, so der Texaner, der inzwischen auf der Insel Maui im US-Bundesstaat Hawaii lebt. Kaum jemand habe geglaubt, dass er so lange lebe, denn: »Ich habe alles falsch gemacht. Wenn es falsch war, habe ich es getan. Und wenn es richtig falsch war, habe ich es sogar zweimal getan.«