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House of the Dragon - Das GoT-Spinoff weicht mit der neuesten Folge massiv von der Buchvorlage ab und das könnte George R.R. Martins Frust erklären
Corlys Velaryon (Steve Toussaint) ist einer von Königin Rhaenyras wichtigsten Beratern und Meister der Schiffe. Bild: HBO.
Achtung, Spoiler! Der folgende Artikel behandelt wesentliche Handlungsdetails aus House of the Dragon, Staffel 3, Folge 6. Wenn ihr die neuen Folgen noch nicht gesehen habt, lest ihr ab hier auf eigene Gefahr weiter.
House of the Dragon, Staffel 3 steuert mit ihrer sechsten Folge langsam aber sicher auf das Staffelfinale zu. Nach den ewigen politischen Scherereien in Königsmund und den hinterhältigen Winkelzügen Ormund Hightowers (Edward Norton) gegen Rhaenyra Targaryen (Emma D'Arcy) kommt der festgefahrene Bürgerkrieg wieder richtig blutig in Gang; einige Charaktere müssen ihr Leben lassen.
Über den Tod eines enorm großen Sympathieträgers der Serie haben wir Anfang der Woche bereits berichtet; Folge 6 hält aber noch deutlich mehr Überraschungen bereit. Einen heimtückischen Anschlag auf Daeron und Ormund findet letzter buchstäblich zum Kotzen; deswegen holt Ormund zum Gegenschlag aus. Am Ende von Faceless Men, so der Name der Folge, lässt er Rhaenyras Meister der Schiffe, Corlys Velaryon (Steve Toussaint), gefangen nehmen - und ändert damit dessen Storyline im Drachentanz entscheidend.
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Schon in den vorherigen Folgen war Corlys' Rolle gegenüber den Büchern verändert worden. Seinen Ärger auf Rhaenyra und seine Abwesenheit aus Königsmund gibt es in George R.R. Martins Vorlage so nicht. In der Serie hat sich Corlys dagegen mit Rhaenyra überworfen, da sie seinen unehelichen Sohn Alyn nicht als Erbe von Driftmark anerkennen will und wütend den Hof verlassen.
Das machen sich Ormunds Häscher in der neuen Folge zunutze. In der Nacht spüren sie Corlys und seine Männer im Wald vor Königsmund auf, metzeln die Velaryon-Soldaten nieder und nehmen Corlys gefangen - ganz klar wird sein Schicksal in der neuen Folge nicht, allerdings ist er auch nicht unter den sichtbaren Toten.
Eigentlich hätten die Velaryon-Männer am nächsten Tag in die Hauptstadt zurückkehren sollen, um dort nach den Morden an Mitgliedern der Stadtwache für Ordnung zu sorgen. Der Anschlag auf Corlys und seine Männer könnte so noch zum großen Problem für Rhaenyra werden, denn Corlys galt als besonnener Verbündeter. Und ohne Soldaten dürfte die Hauptstadt schwer zu halten sein ...
Mit der Gefangennahme von Corlys erlauben sich die Serienmacher erneut eine wesentliche Abweichung von George Martins Buchvorlage - und das, obwohl House of the Dragon wegen dieser kreativen Freiheiten bereits mehrfach von Fans und auch Autor Martin scharf kritisiert wurde. George Martin begründet seine Kritik u.a. damit, dass eine der in der Serie gemachten Änderungen spätere Ereignisse aus seiner Buchvorlage unmöglich machen, bzw. wesentlich verändern würden.
Die Fans befürchten hingegen, dass House of the Dragon durch die vielen Änderungen bald ähnlich enden könnte wie Game of Thrones. Die Mutterserie wurde in Ermangelung einer Buchvorlage in den späteren Staffeln zunehmend wirr; das Pacing – also die zeitliche Abfolge der Szenen und die innerhalb der Handlung vergehende Zeit – geriet durcheinander.