// LINUX-MAGAZIN — LINUX & OPEN SOURCE
Tengu erweitert Mirai-Botnetz um Tarn- und Persistenzfunktionen
Sicherheitsforscher der Nozomi Networks Labs haben die Schadsoftware Tengu analysiert, eine Weiterentwicklung der bekannten Mirai-Malware für Linux-basierte IoT- und Netzwerk-Geräte. Nach Einschätzung der Analysten beschränkt sich Tengu nicht mehr allein auf verteilte Denial-of-Service-Angriffe.
Zu den erweiterten Angriffsfähigkeiten von Tengu zählen die Experten in ihrer umfangreichen Analyse zusätzliche Funktionen wie Proxy-Dienste, Systemaufklärung, Nachladen weiterer Schadsoftware und Mechanismen zur dauerhaften Verankerung auf kompromittierten Geräten. Einige Angriffsmethoden richten sich zudem gezielt gegen Protokolle von Online-Spielen.
Die Forscher stießen mithilfe eines maschinellen Lernverfahrens auf die bislang unbekannte Malware-Familie. Tengu basiert zwar auf Teilen des Mirai-Quellcodes, erweitert diesen jedoch um eine verschlüsselte Kommunikation mit den Kommando- und Kontrollservern, zusätzliche Angriffsmethoden sowie Funktionen zur Analyse des infizierten Systems und des Netzwerks.
Nach den Untersuchungen gelangte die Malware in den beobachteten Fällen über Brute-Force-Angriffe auf Telnet-Dienste auf die Geräte. Ein Shell-Skript lud anschließend die zur Prozessorarchitektur passende Schadsoftware von einem Server herunter und startete sie. Derselbe Server diente auch als Kommando- und Kontrollsystem.
Tengu verfügt über mehrere Mechanismen, die eine Entfernung erschweren sollen. Ein Hintergrundprozess überwacht die Hauptanwendung in regelmäßigen Abständen und startet sie automatisch neu, falls sie beendet wird. Dadurch bleibt die Malware auch nach einem Absturz oder einem manuellen Beenden aktiv.
Die Analyse zeigt nach Einschätzung der Forscher, dass unzureichend gewartete Internet-of-Things-Geräte und eingebettete Linux-Systeme weiterhin ein häufiges Ziel von Angreifern sind. Sie empfehlen, Sicherheitsupdates zeitnah einzuspielen, Standardkennwörter zu ersetzen, Geräte in getrennten Netzwerksegmenten zu betreiben und ungewöhnliche Aktivitäten kontinuierlich zu überwachen.
Das GCC Steering Committee hat Regeln zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz beschlossen. Demnach lehnen die Entwickler der Compiler-Suite per Sprachmodell erzeugte (Code-)Beiträge grundsätzlich ab – bis auf den Einsatz bei Tests.
Google hat die stabile Version 151.0.7922.71 des Chrome-Browsers für Linux sowie die Versionen 151.0.7922.71 und 151.0.7922.72 für Windows und MacOS veröffentlicht. Die Aktualisierung wird in den kommenden Tagen und Wochen schrittweise verteilt.
Mit Vibe-Coding und somit Künstlicher Intelligenz entstehen immer mehr Anwendungen. Und jetzt auch eine native Desktop-Umgebung für Linux: Starling startet eine Wayland-Sitzung, bringt alle wichtigen Hilfsprogramme mit und sorgt sogar noch für eine schicke Optik.
Der „moderne Paketmanager für Arch Linux“ namens Shelly liegt in einer aktualisierten Fassung vor, die seine Entwickler fast komplett neu geschrieben haben – in der weniger bekannten Programmiersprache Zig.