// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Medien berichten von mehr als 40.000 Migranten in Ceuta
Medienberichten zufolge sollen mehr als 40.000 Migranten in die spanische Exklave Ceuta gelangt sein - auch befeuert von Gerüchten über eine Grenzöffnung. Spanien hat zusätzliche Soldaten mobilisiert.
Mehr als 40.000 Menschen sollen es schon über die Grenze geschafft haben, melden verschiedene Medien, doch auch heute ist die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta noch nicht beigelegt.
Es gibt Berichte, wonach sich weiterhin Menschen auf den Weg zur Grenze machen, obwohl Marokkos Polizei begonnen haben soll, sie davon abzuhalten.
Außerdem ist unklar, wie die Menschen, die schon irregulär schwimmend oder zu Fuß nach Ceuta "eingereist" sind, wieder aus der Stadt gebracht werden können. Spanien hat zusätzliche Soldaten mobilisiert zur Grenzsicherung in Ceuta. Am Mittag werden dort Premier Pedro Sánchez und Innenminister Fernando Grande-Marlaska erwartet.
Spaniens Ministerpräsident Sánchez reist heute in die Exklave Ceuta, um dort mit Sicherheitsbehörden zu beraten.
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Nicht nur in Spaniens Exklave Ceuta, auch in den Orten drumherum sind die Zustände derzeit alles andere als normal. Die Nachrichtenagentur AFP zeigt Bilder von Menschenmengen, die sich in der Nacht unter den Augen marokkanischer Gendarme in Fnidek, nicht weit weg von Ceuta, versammeln.
Sie habe es nicht bis auf europäischen Boden geschafft, sagt die 40-jährige Fatima Zahra aus dem 75 Kilometer entfernten Tanger: "Als ich morgens aufwachte, hörte ich mehrere junge Leute, Jungen und Mädchen, sagen, dass die Grenze nach Ceuta um 22 Uhr geöffnet worden sei", erzählt Zahra. "Wir arbeiten hier unter schlechten Bedingungen, und niemand gewährt uns unsere Rechte, also haben wir uns gesagt: 'Versuchen wir auch unser Glück' und sind hierhergekommen."
Binnen weniger Tage sind wohl Hunderte Migranten in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt.
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Über soziale Medien haben sich Bilder verbreitet von Hunderten, wenn nicht Tausenden, zumeist jungen Menschen, die schwimmend und zu Fuß die Grenzanlagen von Ceuta überwinden. Dazu haben sich offenbar auch allerlei Falschinformationen verbreitet über eine mutmaßliche, generelle Grenzöffnung.
"Wir verstehen nicht, was hier wirklich vor sich geht, niemand versteht es wirklich", berichtet Karim, der ebenfalls versucht hatte, die Grenze zu überqueren. "Die meisten waren gerade bei der Arbeit, als sie plötzlich hörten, dass die Grenze offen sei und dass junge Leute eingereist seien, und schon waren alle hier."