// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Forderung nach Neuwahlen: Wie die USA die Demokratie in Venezuela bremsen
Der demokratische Wandel in Venezuela stockt: Die USA scheinen Neuwahlen zu blockieren, es gibt Zweifel an echter Demokratisierung. Die wichtige Oppositionsführerin Machado ist weiterhin außen vor.
Etwa ein halbes Jahr nach der umstrittenen Entmachtung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch die USA ist von einem demokratischen Wandel des Landes bisher noch wenig zu spüren. Seit heute sollen zwar Gespräche zwischen Opposition und Regierung in Caracas unter US-Beteiligung stattfinden - Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, eine der wichtigsten Oppositionspolitikerinnen des Landes, ist allerdings nicht mit dabei.
Hunderte Menschen haben diese Woche für demokratische Neuwahlen protestiert und gefordert, ihre Rückkehr nach Venezuela zu ermöglichen. Doch weder die Regierung in Caracas noch die in Washington will das.
Die USA setzen in ihrer Venezuela-Politik weiter auf Entspannung.
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Wahlen in Venezuela - dafür ist das Land noch nicht bereit - findet zumindest US-Präsident Donald Trump. Im selben Atemzug lobt er bei einer Pressekonferenz die Arbeit der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez und sich selbst. Viel Geld und Rohöl seien schon in Richtung USA geflossen. Das Land mache Fortschritte.
Teile der venezolanischen Opposition sehen das anders. Hunderte von ihnen gehen Mitte der Woche zum Protestieren auf die Straße - zum ersten Mal, seitdem zwei Erdbeben das Land in Chaos und Schmerz gestürzt haben. Nach wie vor sind Tausende obdachlos oder vermisst, mindestens 5.500 Menschen sind bei der Katastrophe umgekommen. Das Krisenmanagement von Präsidentin Rodríguez hat in der Bevölkerung zu viel Unmut geführt. Seit der Entmachtung von Ex-Staatschef Maduro durch die USA Anfang des Jahres hat sie die Regierungsgeschäfte übernommen.
Bei der Suche nach Überlebenden organisieren sich viele Bürger in Venezuela selbst - und kritisieren die Regierung.
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Die Demonstrierenden rufen "Freiheit", halten Banner hoch, auf denen Neuwahlen gefordert werden. "Erst wenn es ein festes Datum für Wahlen gibt, dann fängt der Wandel wirklich an", ruft ein Oppositioneller der Partei Vente der Menge zu. "Wir wollen nicht noch einen frustrierenden Dialog, der zum Scheitern verurteilt ist."
Damit meint der Venezolaner die anstehenden politischen Gespräche, die jetzt in der Hauptstadt Caracas starten sollen. Das Ziel: den Weg Richtung Demokratie zu ebnen. Unter US-Regie und unter Beteiligung von einigen oppositionellen Gruppen sowie der Regierung.
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