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Feuerwehren in Griechenland kämpfen gegen 73 Waldbrände
In Griechenland kämpfen die Feuerwehren weiter gegen etliche Waldbrände. Einer nähert sich gefährlich nah der Stadt Megara, westlich von Athen. Der Bürgermeister spricht von einer chaotischen Lage.
In Griechenland hat sich ein Waldbrand bis auf wenige Kilometer der Stadt Megara rund 50 Kilometer westlich von Athen genähert. Hunderte Einsatzkräfte, darunter auch Feuerwehrleute aus Rumänien und Frankreich, kämpfen in der Region Attika gegen die Flammen, die rund um das dicht bewaldete Gebirgsmassiv von Kithairon wüten.
"Die Situation ist chaotisch", sagte der Bürgermeister der 36.000-Einwohner-Stadt im griechischen Rundfunk. Nach ersten Schätzungen wurden seit Freitag mehr als 10.000 Hektar Wald sowie Häuser, Ställe und landwirtschaftliche Flächen zerstört. Etliche Ortschaften wurden per Warn-SMS zur Evakuierung aufgefordert.
Als mögliche Ursache des Großbrandes gelten Funken an Stromleitungen eines privaten Windpark-Netzes. Die Leitungen sollen durch starken Wind ins Schwingen geraten sein. Zwei Menschen wurden festgenommen.
Bei Psatha westlich von Athen stießen am Sonntag zwei Löschhubschrauber zusammen. Auf Fernsehaufnahmen war zu sehen, wie einer der Hubschrauber daraufhin in Flammen aufgeht und zu Boden stürzt. Die beiden Insassen, ein Grieche und ein Däne, kamen ums Leben. Die Piloten des zweiten Hubschraubers konnten notlanden, sie überlebten laut Feuerwehr.
Mit dem Helikopter-Unglück stieg die Zahl der Todesopfer der Brände in Griechenland auf fünf. Bereits in der vergangenen Woche waren auf Kreta und auf der Halbinsel Peloponnes drei Feuerwehrleute ums Leben gekommen.
Sämtliche Brände westlich von Athen und haben sich ausgeweitet, rund 500 Feuerwehrleute sind im Einsatz.
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Landesweit gab es 73 Waldbrände zu bekämpfen, von denen 51 am Freitag ausgebrochen waren, wie Feuerwehrsprecher Oberst Vassilis Vathrakogiannis sagte. Starker Wind hatte die Feuer weiter angefacht und die Löscharbeiten aus der Luft erschwert. "Wenn der Wind mit solcher Wucht weht, können selbst die Dutzenden von Flugzeugen, die uns zur Verfügung stehen, nicht sicher eingesetzt werden", schrieb Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf Facebook.
Für heute erwartet der griechische Wetterdienst landesweit nachlassende Winde. Entwarnung könne dennoch nicht gegeben werden, betonte der Zivilschutz.
Griechenland war in diesem Sommer lange vergleichsweise glimpflich davongekommen, doch auch dort gibt es nun mehrere große Waldbrände.
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