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Ceuta: Marokko gibt Sozialen Medien Schuld an Tragödie
Drei Tage nach dem tödlichen Massenandrang auf die spanische Exklave Ceuta hat jetzt Marokkos Innenministerium Stellung bezogen. Es führt die Tragödie vor allem auf Falschinformationen in Sozialen Medien zurück.
Der Kellner Mustapha Zerrouqi ist nach nur einer Nacht auf europäischem Boden aus dem spanischen Ceuta ins marokkanische Fnideq zurückgekehrt. Erst war sein 12-jähriger Sohn vergangene Woche hinübergeschwommen, dann er selbst. Er posierte dort vor seiner Handykamera und schickte seiner Tochter Oumaima eine Nachricht: "Wo bist Du mein Mädchen? Ich bin in Ceuta."
Die 16-jährige Oumaima, noch in Fnideq, antwortete: "Lasst mich nicht alleine hier." Sie schwamm ebenfalls los, das Smartphone über dem Kopf, damit es trocken blieb.
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Die Mobilisierung so vieler Menschen im Vorfeld der Tragödie von Ceuta sei wesentlich über das Handy erfolgt, bestätigt der marokkanische Journalist Ahmed Biyouzan. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit Fragen von Flucht und Migration. Was in Ceuta passiert ist, hat er sich sehr genau angeschaut:
"Schon am 27. und 28. Juli sind fast 800 bis 1.000 Menschen in Ceuta angekommen", so Biyouzan. Davor habe es bereits Kampagnen in den sozialen Netzwerken gegeben, die zur Einwanderung aufriefen. "Es gab Seiten auf TikTok, Facebook und Instagram, auf denen die Menschen dazu aufgefordert wurden, anzureisen, weil die Einreise nach Ceuta einfach sei."
Verbindungen zur lokalen Mafia und Schmuggelnetzwerken habe er nicht erkennen können, sagt Biyouzan, für sie sei diesmal kein Geld zu verdienen gewesen.
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