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Netflix, Amazon Prime, Disney+: Neue Filme und Serien im August 2026 – was sich lohnt
Kinoerfolge, die endlich im Netz zu sehen sind, TV-Klassiker, die eine neue Staffel bekommen: Jeden Monat fassen wir zusammen, welche Serien und Filme neu bei Netflix und Co. sowie in den Mediatheken zu sehen sind. Der Streamingfahrplan.
Kann uns ausgerechnet ein Fußballtrainer in die Gleichberechtigung führen? Ikkimel würde vermutlich verneinen. TV-Liebling Ted Lasso versucht es trotzdem. In der vierten Staffel der gefeierten Apple TV-Serie wird er erstmals ein Frauenteam trainieren. Von der Supermarktkasse in Kansas geht es zurück zum Londoner Fußballverein A.F.C Richmond. Mit Erfolg? Ab 5. August ist die vierte Staffel »Ted Lasso« bei Apple TV zu sehen.
Hayes Warner als Debbie Schaffer in »The Shards«: Moralischer Zerfall
Abseits versöhnlicher Fußballtrainer musste in den vergangenen Jahren oft die Welt der Reichen und Schönen herhalten, um gesellschaftliche Abgründe und moralischen Zerfall zu erzählen. In »Saltburn«, »The White Lotus« – und jetzt in »The Shards«. Blut und Kaviar liegen eben eng aneinander. Ich-Erzähler Bret erzählt aus dem Alltag einer privilegierten Gruppe Teenager im schillernden L.A. der Achtzigerjahre. Schnell wird klar, dass unter der glitzernden Oberfläche gefährliche Abgründe warten.
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In der Romanvorlage von 2023 schrieb Erfolgsautor Bret Easton Ellis (»American Psycho«) vermeintlich über Ereignisse seiner eigenen Jugend – in stark abgewandelter Form versteht sich. Doch die vermeintlich autobiografische Erzählung kippt und wird bald zu einer verstörenden Fiktion. Philipp Oehmke nannte das in seiner SPIEGEL-Rezension 2023 »triumphal« . Ab dem 6. August ist »The Shards« auf Disney+ zu sehen, dann wird sich zeigen, ob die Serienadaption mithalten kann.
Ana Celeste Montalvo als Alejandra in »Mein eigenes Kind«: Alles beginnt mit einer harmlosen Lüge
Der Dokumentarfilm »Mein eigenes Kind« erzählt dagegen einen realen Skandal: 2009 wurde der Fall von Eleonor Alejandra Marín Mendoza in Mexiko zum Medienspektakel. Unter dem Druck, unbedingt schwanger werden zu wollen, täuschte die Mittzwanzigerin nach mehreren Fehlgeburten ihrer Familie eine Schwangerschaft vor – und brach schließlich das Gesetz. Die chilenische Dokumentarfilmerin Maite Alberdi (»The Mole Agent«) stieß zufällig bei einer Recherche im Gefängnis auf Alejandra und beschloss, ihre Geschichte zu erzählen. »Mein eigenes Kind« bewegt sich zwischen Fiktion und Dokumentarfilm: Die dramatischen Schilderungen von Alejandra erzählt Alberdi im Stil einer (sehr pinkfarbenen) Telenovela. Ein ungewöhnlicher Film über einen unglaublichen Skandal – aber auch über den gesellschaftlichen Druck, Kinder zu bekommen. Ab 13. August ist er bei Netflix zu sehen.
Ella Morgen als Nelly in »Selling Sex«: Wie weit ist sie bereit zu gehen?
Bereits seit einiger Zeit gibt es zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern und Tabuthemen rund um Sex Annäherungsversuche. Und so ist es gar nicht mehr so schockierend, dass eine neue ARD-Serie ab August einen differenzierten Blick auf das Thema Sexarbeit wirft. Die junge, ehrgeizige Studentin Nelly beginnt darin, als Escortdame zu arbeiten, und trifft auf die unterschiedlichsten Kunden und Kolleginnen. Das berührt Fragen zu Selbstbestimmung und Unabhängigkeit – und kommt ganz ohne Klischees aus. Nicht zuletzt durch Marie C. König, die mit Miriam Dehne Regie führte und in »Selling Sex« auch ihre eigenen Erfahrungen als Escort einfließen ließ. Die sechs Folgen sind ab 28. August in der ARD-Mediathek zu sehen.