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ARD-DeutschlandTrend: AfD legt zu, Union verliert weiter
Nach der Kabinettsumbildung verliert die Union weiter an Zuspruch. Dafür legt die AfD bei der Sonntagsfrage des ARD-DeutschlandTrends zu - und erreicht den bisher höchsten Wert.
Im ARD-DeutschlandTrend setzt sich eine Entwicklung fort, die Infratest dimap seit Monaten misst. In der aktuellen Befragung haben sich die Kräfteverhältnisse zwischen Union und AfD seit der Bundestagswahl im Februar 2025 nun umgedreht: Damals hatte die Union 28,5 Prozent der Stimmen geholt und die AfD 20,8.
In der aktuellen Sonntagsfrage liegt die Union mittlerweile bei 21 Prozent (-1 im Vergleich zum Vormonat) und die AfD bei 28 Prozent (+1). Das ist der höchste Wert, der je im ARD-DeutschlandTrend für die Partei gemessen wurde.
Seit der Wahl vor knapp anderthalb Jahren hat neben der Union auch die SPD an Zustimmung eingebüßt. Am meisten von dem Unmut gegenüber der Regierung profitieren konnte die AfD, aber auch die Grünen und die Linke können seit der Wahl mehr Menschen hinter sich versammeln.
In der aktuellen Sonntagsfrage liegt die SPD unverändert bei zwölf Prozent, die Grünen bei 15 Prozent, die Linke bei elf Prozent und die FDP bei vier Prozent. Die anderen Parteien bekommen insgesamt neun Prozent Zustimmung. Das hat eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap unter 1.297 Wahlberechtigten von Montag bis Mittwoch ergeben.
Die Kabinettsumbildung des Kanzlers ändert wenig an der Wahrnehmung der politischen Arbeit der Bundesregierung. Gut zwei Drittel meinen, nach den personellen Veränderungen werde die Bundesregierung genauso schlecht (57 Prozent) oder gar schlechter arbeiten (elf Prozent) als bisher. Rund ein Viertel hat ein positives Bild: Jeweils zwölf Prozent sind der Ansicht, die Regierung werde besser arbeiten oder genauso gut arbeiten wie bisher.
Nach wie vor ist eine Minderheit (13 Prozent) mit der Arbeit der Bundesregierung sehr zufrieden oder zufrieden, während eine Mehrheit (85 Prozent) sich unzufrieden äußert. Bei der Bewertung der politischen Arbeit führender Politikerinnen und Politiker gibt es hingegen teilweise etwas Bewegung nach oben. Die stärkste Veränderung ist bei Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zu verzeichnen: 28 Prozent (+6) zeigen sich zufrieden mit seiner Arbeit.
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Die Unzufriedenheit mit der Regierung speist sich auch aus einem größer werdenden Veränderungswunsch. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (55 Prozent, +7 im Vergleich zu Dezember 2024) wünscht sich mittlerweile einen grundlegenden Wandel in Deutschland. Diese hohen Werte sind vor allem getrieben von den Anhängern der AfD (86 Prozent) und der Linken (71 Prozent), die wiederum sehr unterschiedliche Vorstellungen eines politischen Wandels haben dürften und beide ihre Vorstellungen in der aktuellen Regierung nicht verwirklicht sehen.