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Deutsche Bahn: Verbraucherschützer rüffeln die Preisgestaltung
von André Westphal
Aug. 7, 2026 |
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Die Deutsche Bahn hat ihren Ruf weg, da muss man jetzt nicht unbedingt mehr auf einen Kandidaten eintreten, der sowieso am Boden liegt. Doch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat sich im Rahmen einer längeren Untersuchung einmal nicht die Pünktlichkeit oder Zugausfälle angeschaut, sondern die Preisgestaltung. Und hier bemängelt man die Preisgestaltung, welche oft hinter der bunten Werbung zurückbleibe.
Beworbene Sparangebote sind für Fahrten tagsüber oft nicht wie erwartet verfügbar, dabei sind die Preisunterschiede bei Flexpreis-Angeboten wiederum oft extrem. Deswegen fordern die Verbraucherschützer, dass die Deutsche Bahn ihr Tarifsystem transparenter und einfacher für die Kunden machen sollte. Denn in der Realität gleiche es oft einem Spießrutenlauf, ein günstiges Ticket zu finden und zu kaufen. Denn es kommen verschiedenste Einflussfaktoren zur Geltung. Oft ist die Preisgestaltung für Verbraucher aber kaum nachzuvollziehen.
Dabei bemängelt der vzbv, dass Werbung und Realität bei der DB in Bezug auf die Supersparpreise oft weit auseinanderklaffen. Wer mit besonders günstigen Preisen werbe, sollte jedoch auch gewährleisten, dass diese öfter auch zu üblichen Reisezeiten verfügbar seien, so die Verbraucherschützer. Bei den Super Sparpreisen müsse man da aber schon weit im Voraus buchen oder viel Glück haben. Die Deutsche Bahn informiert dabei auf ihrer Webseite tagesaktuell über die günstigsten Preisangebote. Für Fahrten tagsüber (Abfahrt zwischen 7 und 19 Uhr) fiel der erhobene günstigste Super Sparpreis an dem Großteil der von der Verbraucherzentrale untersuchten Erhebungstage (76 %) allerdings teurer aus als beworben. Die Unterschiede sind nicht klein, sondern variierten zwischen 15 und 157 %.
Lediglich an knapp jedem vierten Erhebungstag (24 %) entsprachen die erfassten günstigsten Preise dem beworbenen Super Sparpreis – oder lagen darunter. Spannend ist auch: Die Deutsche Bahn hatte erklärt, beim Fahrplanwechsel 2025/2026 auf Fahrpreiserhöhungen zu verzichten. Das sei laut dem vzbv grundsätzlich zwar korrekt, doch dafür gebe es bei den Sparangeboten Abweichungen. Denn hier sind die erhobenen Preise vom ersten Quartal 2025 zum ersten Quartal 2026 zum Teil deutlich gestiegen. Über die von dem vzbv untersuchten Strecken hinweg sind bei Super Sparpreistickets insbesondere mittelfristig gebuchte Fahrkarten teurer geworden – im Median um 36 %. Auf einzelnen Strecken gab es sogar Anstiege um bis zu 111 %.
Laut den vzbv-Ergebnissen haben Reisende die besten Chancen, günstig zu reisen, wenn sie:
Das dürfte euch nicht überraschen, falls ihr öfter längere Fahrten mit der Deutschen Bahn unternehmt, unterstelle ich. Große Preisunterschiede gibt es dabei laut vzbv bei den auslastungsabhängigen Flexpreisen. In Extremfällen ergeben sich Unterschiede von bis zu 170 %, je nachdem, an welchem Reisetag ihr unterwegs seid und wann ihr bucht. Da lohnt es sich also, extrem bedacht zu buchen.
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