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Deutscher Einzelhandel überrascht mit Umsatzplus im 1. Halbjahr 2026
von André Westphal
Aug. 7, 2026 |
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Das Statistische Bundesamt hat auf die Umsätze des deutschen Einzelhandels im Juni 2026 bzw. auch im gesamten 1. Halbjahr 2026 geblickt. Trotz anhaltender Kaufzurückhaltung der Verbraucher wegen der anhaltenden Krisen hat sich überraschenderweise ein reales Umsatzplus von 0,7 % ergeben. Dies gilt, wenn man mit dem gleichen Zeitraum 2025 vergleicht. „Real“ bedeutet: Preissteigerungen sind hier also bereits herausgerechnet worden.
Nominal, also inklusive der Preiserhöhungen, steht sogar ein Umsatzplus von 2,2 %. Allerdings zeigte sich im Juni 2026 zunächst eine negative Entwicklung. Wenn man nämlich den Juni 2026 direkt mit dem Vormonat Mai vergleicht, dann sind die Umsätze um 1,1 % real gesunken – und um 1,2 % nominal. Generell wird der private Konsum weiterhin durch die aktuell erhöhte Inflation gebremst. Vor allem die Ölpreise sind gestiegen und Tanken ist derzeit so teuer wie kaum jemals zuvor. Zumal der Tankrabatt in Deutschland ja kürzlich ausgelaufen ist.
Auch wenn der Einzelhandel also ein Mini-Wachstum vermelden konnte, sind die Aussagen derzeit nicht unbedingt rosig. Handel und Verbraucher schätzen die Lage derzeit eher pessimistisch ein. Solange der Iran-Konflikt immer wieder anschwillt, dürfte sich wohl auch keine anhaltende Besserung ergeben.
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