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openDesk: Für wen ist die Community-Version überhaupt gedacht?
Die Bundes-Office-Suite für Behörden ist zwar souverän – aber der Eigenbetrieb klappt wohl nur mit eigenem Plattformteam.
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Wer Microsoft 365 aus seinem Unternehmen oder seiner Behörde entfernen will, stößt seit den letzten Jahren immer wieder auf openDesk: der Versuch des Bundes, sich aus der Abhängigkeit von Microsoft zu lösen. Hinter dem Projekt steht das ZenDiS (Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung), eine Gesellschaft in staatlichem Eigentum. openDesk macht dabei das – große – Versprechen, eine fast vollwertige Alternative zu M365 zu sein, nur halt souverän, sprich mit deutscher, am besten noch einsehbarer Software, die sich im Fall des Falles nicht per „Kill Switch“ aus den USA abschalten ließe.
Zur Einordnung: Es handelt sich hier um keine Neuentwicklung, sondern ein Bündel bestehender Open-Source-Programme unter einer gemeinsamen Oberfläche und Nutzerverwaltung. Dazu gehören Nextcloud für Dateien, Open-Xchange für Mail und Kalender, Collabora Online für die Dokumentbearbeitung, Element für Chat und Videokonferenzen, OpenProject, XWiki, CryptPad, Jitsi sowie Univention Nubus als Identitätsverwaltung. Und es erscheint in zwei Varianten: der Community Edition (CE) und der Enterprise Edition. Der Unterschied klingt erstmal nach Budget, denn die Community-Version könnte man laut openDesk selbst aufsetzen, selbst betreiben und dabei die volle Kontrolle über die Daten behalten. Kein Vendor-Lock-in, kein Abo, alles machbar.
heise sammelt Erfahrungsberichte und Stimmungsbilder zum Einsatz von openDesk, um zu beleuchten, wie sich openDesk im echten Betrieb schlägt. Verfügen Sie über Praxiserfahrung? Dann schreiben Sie doch einfach der Redaktion – gerne auch anonymisiert – unter fo@ix oder kki@ix. Wir behandeln selbstverständlich alle Zusendungen vertraulich.
Betreiben Sie openDesk selbst – Community oder Enterprise, On-Premises oder als SaaS? Wie läuft der Alltag mit dem Kubernetes-Unterbau, mit Patches, mit der Nutzerverwaltung über Nubus? Verantworten Sie openDesk in einer öffentlichen Behörde? Haben über openDesk in Betracht gezogen – und sich dagegen entschieden?
Und auf dem Papier deckt die Community Edition auch die Kernfunktionen ab, die eine Behörde oder ein Unternehmen von einer Office-Umgebung erwartet. Für einen Test, ein Pilotprojekt oder eine kleine Einheit mit eigenem IT-Know-how ist das ein tragfähiger Einstieg. Und was bringt nun die Enterprise Edition, wenn doch schon alles mit Admin-Muskelkraft, aber dafür ohne Vertragskosten läuft?
Die Enterprise Edition nutzt dieselbe Grundarchitektur, ergänzt sie aber an mehreren Stellen um Komponenten, die für den Produktivbetrieb gedacht sind – Hochverfügbarkeit, zentrale Administration, Support und Sicherheitspatches als eingebauter, vertraglich zugesicherter Bestandteil statt als Eigenleistung. ZenDiS empfiehlt sie ausdrücklich für den produktiven Einsatz – als Richtwert werden Organisationen ab rund 500 Mitarbeitern genannt – weil sie Support und Sicherheitspatches für die enthaltenen Produktabonnements mitbringt.
Und Sicherheitspatches, die hätte man ja wirklich ganz gerne. Genau hier liegt ein zentraler Unterschied: Die Enterprise-Security-Patches für Nextcloud stammen aus Nextcloud Enterprise. Die CE bekommt sie nicht als supporteten, priorisierten Kanal, sondern ist auf die öffentliche Community-Version angewiesen, in der Fixes teils gar nicht oder erst später ankommen. Dazu kommt die Guard-App, die öffentlich nicht verfügbar ist und Leistung sowie Stabilität der Nextcloud-Server überwacht
Eine Admin-Übersicht zeigt Informationen zur Cloud, etwa Synchronisationsprobleme, veraltete Clients, volle Speicherkontingente, Nutzer ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung, unsichere Passwörter, den Status der LDAP-Serververbindung sowie eine Übersicht, wer von wo auf Nextcloud zugreift und welche Freigabel