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Waldbrände in Kanada weiter außer Kontrolle
Der Waldbrand im Südwesten Kanadas ist weiter außer Kontrolle. Etwa 20.000 Menschen mussten bereits fliehen. Für viele ist ungewiss, ob ihre Häuser danach noch stehen. Doch die Hilfsbereitschaft ist groß.
Was von ihrem zu Hause noch übrig sein wird, wissen sie nicht. Peter und Nash Clarke mussten mit ihrem Baby am Samstag in den frühen Morgenstunden ihre Wohnung verlassen. Das Feuer der Waldbrände kam immer näher.
"Das ging ziemlich schnell", berichtet Peter. "Wir konnten den Rauch gegen 5:30 Uhr sehen, er wurde immer dichter und kam immer näher. Wir sahen die Löschflugzeuge und dann auch die Flammen von unserem Zuhause aus. Das ist schon ziemlich verrückt."
Peter und Nash leben in Summerland, im Südwesten Kanadas. Umgeben von Bergen am großen Okanagan-See. Mit ihnen zusammen sind etwa 12.000 Bewohner vor den Flammen geflohen - Dutzende wurden mit Hubschraubern gerettet. In ihrer Umgebung waren auch andere Orte in der kanadischen Provinz British Columbia betroffen. Insgesamt mussten sich mehr als 20.000 Menschen retten. In der Region wurde der Notstand ausgerufen.
Angefacht durch starke Winde haben sich im Westen Kanadas Waldbrände rasend schnell ausgebreitet.
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"Der Wind wurde immer stärker und es hat schon ewig nicht geregnet", sagt Peter. "Der Ort heißt nicht umsonst 'Summerland' - das ist praktisch eine Wüste. Es ist so trocken da draußen - es überrascht uns nicht."
In rasantem Tempo haben sich die Feuer auf einer Fläche von fast 140 Quadratkilometern ausgebreitet. Viele Betroffene sind etwas mehr als drei Autostunden von Summerland ins nördlichere Vernon gefahren.
Die Hilfsbereitschaft dort ist riesig. Ein Tankstellenmitarbeiter erklärt dem kanadischen Sender CBC, wie er und seine Kollegen die dort Gestrandeten versorgen: "Wir haben ihnen Geschenkkarten für den Supermarkt ausgeteilt und Wasser organisiert. Man musste den Menschen einfach helfen, die teilweise in Tränen in ihren Autos saßen. Einfach 100 Prozent unterstützen - wir tun was wir können", berichtet Bryant, emotional angefasst. Viele Betroffene hätten nicht mal eine Versicherung und vermutlich alles verloren.
Der Waldbrand hat mittlerweile die Ufer des Okanagan-Sees erreicht.
Und die Waldbrände wüten noch weiter. Hohe Temperaturen und dichter Rauch erschweren die Löscharbeiten. Einsatzkräfte versuchen unermüdlich, Häuser am Rand von Summerland zu schützen. Unterstützung erhalten sie dabei von Kollegen aus dem Ausland - unter anderem Mexiko, Australien und Neuseeland. Ein Teil der Feuerfront hat inzwischen den Okanagan-See erreicht und wurde dadurch verlangsamt.