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„Agent 64: Spies Never Die“ angespielt: Willkommen zurück im Jahr 1997!
Ein brandneues Spiel sieht mit voller Absicht so aus, als würde es auf einer 30 Jahre alten Konsole laufen. Und spielt sich auch genau so.
Das 1997 exklusiv auf Nintendos 3D-Konsole N64 veröffentlichte „GoldenEye 007“ war ein revolutionäres Spiel: Exzellente Grafik (jedenfalls für damalige Verhältnisse), beeindruckend präzise Steuerung für einen Shooter auf einer Konsole, ein spektakulär guter Mehrspielermodus – kein Wunder, dass dieses Meisterwerk von Rare bis heute als das beste James-Bond-Spiel aller Zeiten gilt.
Ein französischer Spieleentwickler, der nur unter dem Pseudonym „Replicant D6“ in Erscheinung tritt, ist ein großer Fan von „GoldenEye 007“. So groß sogar, dass er fast sechs Jahre seines Lebens in eine Hommage daran gesteckt hat. Diese Hommage ist jetzt unter dem Namen „Agent 64: Spies Never Die“ auf Steam erhältlich und trifft den Geist des großen Vorbilds mit spezialagentensicherer Präzision.
Am augenscheinlichsten wird das natürlich bei der Grafik. „Agent 64“ benennt sich nicht nur so wie die Konsole, auf der es gern laufen würde, sondern erklärt die damals unumgänglichen technischen Limitationen zu Features: Die abwechslungsarmen Texturen sind herzergreifend niedrig aufgelöst, sämtliche 3D-Objekte bestehen jeweils nur aus einer Handvoll Polygone, Grafikeffekte gibt es kaum. Klar, an manchen Sachen (wie den möglichen Ultrawide-Auflösungen oder dem weich durch Baumkronen strahlenden Mondlicht in Nachtlevels) erkennt man schon, dass wir uns aktuell im Jahr 2026 befinden. Aber ganz grundsätzlich trifft „Agent 64“ die Ästhetik des N64 im Allgemeinen und darauf laufenden Rare-Shootern wie eben „GoldenEye 007“ im Speziellen bemerkenswert gut. Man fühlt sich von der ersten Spielsekunde an wieder so, als wäre der Jahrtausendwechsel noch ein paar Jahre entfernt.
Auch inhaltlich bewegt sich „Agent 64“ überdeutlich in den Spuren von „GoldenEye 007“: Jede Mission beginnt mit dem Zoom in den Kopf des Agenten hinein, es warten diverse Waffen, die die zahlreichen Gegner entweder per Autotargeting ins Visier nehmen oder über eine sekundäre Feuerfunktion per Fadenkreuz präzise ausgerichtet werden dürfen. Geheimagent James Bo John Walter rennt und ballert sich durch ein Bürogebäude, ein Schloss, eine verschneite, mächtig gewaltige Kommunikationsanlage hoch in den Bergen oder ein Museum. Und natürlich muss er das nicht allein tun, denn natürlich gibt es auch hier einen umfangreichen Mehrspielermodus. Aber mal der Reihe nach.
„GoldenEye 007“ hangelte sich mit einigem zeitlichen Abstand an der Story des Kinohits „GoldenEye“ von 1995 entlang. Einen Rückblick auf die Geschichte des N64 und warum „GoldenEye 007“ dabei eine so zentrale Rolle spielte, bietet unser 30-Jahre-N64-Jubiläumsartikel. Diesen Vorteil hat „Agent 64“ natürlich nicht, aber die Geschichte spielt hier ehrlicherweise auch kaum eine Rolle: Man schlüpft in den Maßanzug des alternden Agenten John Walter, der zusammen mit seiner Tochter Dana den Oberbösewicht Dominic Pulp stoppen muss. Dieser Bierdeckel voll Handlung wird hin und wieder über Ingame-Cutscenes mit Texteinblendungen weitergeführt – Sprachausgabe gibt es in „Agent 64“ nicht.
Die Kampagne ist in vier Kapitel eingeteilt, die wiederum aus jeweils vier bis fünf Missionen bestehen. Mit jedem gemeisterten Auftrag schaltet man sogenannte „Cyphers“ frei, mit denen spätere Kapitel freigeschaltet werden. Der Clou besteht nun darin, genug von diesen Cyphers zu erhalten. Eine wichtige Rolle darin spielt der gewählte Schwierigkeitsgrad: Ähnlich wie bei „GoldenEye 007“ ist das hier nicht „Easy“, „Normal“ und „Hard“, sondern „Agent“, „Special Agent“ und „64 Agent“. Diese Wahl beeinflusst nicht nur das Verhalten und die Stärke der Gegner, sondern legt auch fest, wie viele Aufgaben man innerhalb der Missionen erledigen muss, und bestimmt auch, wie viele Cyphers es für den gemeisterten Auftrag gibt.
„Agent 64“ ist darauf ausgelegt, mindestens im mittleren Schwierigkeitsgrad gespielt zu werden – legt man auf der unterst