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»Odyssee«: Ithaka hofft nach dem Kinoerfolg der »Odyssee« auf Touristenansturm
Bucht auf Ithaka: Durch »Odyssee« bald nicht mehr so einsam?
Christopher Nolans »Odyssee« ist einer der einträglichsten Hollywood-Blockbuster der vergangenen Jahre. Erst vor wenigen Tagen überschritt er die Eine-Milliarde-Dollar-Marke. Doch offenbar sorgt der Film nicht nur an der Kinokasse für Umsatz, sondern auch in der Tourismusindustrie.
Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis bedankte sich unlängst bei dem Regisseur dafür, »dass sich das weltweite Interesse wieder auf die antike griechische Zivilisation« richtete. Laut Zahlen des Reiseveranstalters Easyjet Holidays, die von der griechischen Nachrichtenplattform Kathimerini zitiert wurden, sind die Buchungen nach Griechenland seit dem Anlaufen des Films Mitte Juli um 18 Prozent gestiegen.
»Odyssee«-Szene mit Matt Damon: Buchungen um 18 Prozent gestiegen
Nun will auch die Insel Ithaka, die in dem Film und in Homers Verswerk eine zentrale Rolle spielt, am Hype teilhaben. Bislang lag das Eiland mit etwa 3000 Bewohnern im Ionischen Meer abseits der großen Touristenströme und im Schatten von glamourösen Zielen wie Mykonos und Santorini.
Zunächst sah es nicht so aus, als könnte sich das ändern: Obwohl die Inselverwaltung Nolan eingeladen hatte, auf Ithaka zu drehen, suchte sich der Regisseur eine andere Kulisse. Die Heimatinsel von Homers Helden ist im Hollywood-Epos tatsächlich die italienische Insel Favignana bei Sizilien.
Dennoch erwartet der Bürgermeister von Ithaka, Dionysis Stanitsas, dass sich künftig mehr Menschen für Ithaka mit seinen türkisblauen Gewässern, Olivenhainen und Zypressenwäldern interessieren werden. In diesem Jahr seien die Reservierungen zwar schon vor dem Filmstart abgeschlossen worden. Der Boom solle aber nächstes Jahr kommen.
Besucher werden auf Ithaka allerdings keine authentischen Spuren des Epos vorfinden: Weder den Palast von Odysseus noch sonst irgendwelche archäologischen Spuren, die die Existenz von Homers Helden bestätigen könnten. Dafür gibt es mehrere Odysseus-Statuen in den Dörfern, eine davon direkt vor dem Rathaus der Insel. Im Hafen liegen Fischerboote, die nach der Nymphe Calypso oder Odysseus’ Sohn Telemachos benannt sind.