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ChatGPT und Codex übernehmen Projekte aus Claude und Cursor
von Oliver Posselt
12. Aug. 2026 |
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OpenAI bietet eine Importfunktion für Nutzer an, die bislang mit Claude Code, Claude Cowork oder Cursor gearbeitet haben. Einstellungen, Projekte und kürzlich geführte Chats lassen sich damit in die ChatGPT-Desktop-App beziehungsweise die Codex-Kommandozeile übernehmen.
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In der Desktop-App findet sich die Funktion unter „Einstellungen > Import“. Sollte dort noch kein eigener Bereich auftauchen, steckt sie laut OpenAI unter „Allgemein > Einrichtung eines anderen Agenten importieren“. Anschließend wählt man die erkannten Anwendungen und die gewünschten Inhalte aus. Unterstützt werden Claude Code, Claude Cowork und Cursor.
Übernommen werden können unter anderem Anweisungen, Einstellungen, Skills, Plugins, vorhandene Projektordner und Chats der letzten 30 Tage. Dazu kommen je nach Quelle MCP-Server-Konfigurationen, Hooks, Slash-Befehle, Subagenten und Projekterinnerungen. Bestehende Projekte verwenden weiterhin ihre bisherigen Ordner. Die bereits vorhandene ChatGPT-Konfiguration soll weder verändert noch gelöscht werden.
In der Desktop-App können automatische Aktualisierungen aktiviert werden. Importierte Arbeit bleibt dann mit dem ursprünglichen Agenten synchron. Den Verlauf der Importe zeigt derselbe Einstellungsbereich an.
In Codex CLI startet man den Vorgang mit „/import“. Dort stehen Claude Code und Cursor als Quellen zur Verfügung, Claude Cowork hingegen nicht. Codex übernimmt maximal 50 Chats aus den vergangenen 30 Tagen. Der Befehl funktioniert außerdem nicht während einer laufenden Aufgabe, in einer Remote-Sitzung oder bei bestehender Verbindung zu einem lokalen App-Server-Daemon.
Ganz ohne Nacharbeit geht es unter Umständen nicht. Plugins und Verbindungen können eine erneute Anmeldung oder Autorisierung verlangen. OpenAI empfiehlt zudem, Berechtigungen, MCP-Einstellungen, Hooks sowie Vorlagen mit Shell- oder Pfadplatzhaltern zu prüfen. Die Systeme bilden solche Konfigurationen schließlich nicht zwingend identisch ab.
Für Entwickler, die ihren KI-Assistenten wechseln oder mehrere Werkzeuge parallel nutzen, ist das eine sinnvolle Erleichterung. Vor allem größere Projektkonfigurationen müssen damit nicht komplett von Hand neu aufgebaut werden.
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