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Unity-3: Fusion Engineering baut Prototypanlage zum Erbrüten von Tritium
Der Brennstoffzyklus ist eine noch offene Frage in der Kernfusion. Damit beschäftigt sich das japanische Start-up Fusion Engineering.
Künstlerische Darstellung von Unity-3: Kernfusion ist nicht mehr in erster Linie eine Sache der Physik.
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Eine Reihe Kernfusion-Start-ups – auch in Deutschland – plant den Bau von Fusionsreaktoren. Doch vieles in der Kernfusion ist noch unklar. Dazu gehört unter anderem die Erzeugung des Fusionsbrennstoffs Tritium. Damit beschäftigt sich Kyoto Fusioneering.
Das japanische Unternehmen will in den USA eine Prototypanlage bauen, in der Tritium erbrütet wird. Das Projekt unter dem Namen Unity-3 entsteht in Zusammenarbeit mit dem Oak Ridge National Laboratory (ORNL), teilt Kyoto Fusioneering mit. Das Unternehmen verlegt deshalb auch seinen US-Sitz nach Oak Ridge im US-Bundesstaat Tennessee.
„Die Kommerzialisierung der Kernfusion ist nicht mehr in erster Linie Sache der Physik, sondern zunehmend eine ingenieurwissenschaftliche und technologische Herausforderung“, sagt Satoshi Konishi, Chef und einer der Gründer von Kyoto Fusioneering. „Durch die gemeinsame Umsetzung von Unity-3 mit dem ORNL schaffen wir die grundlegende, gemeinsame Infrastruktur, die für die Entwicklung einer tragfähigen Kernfusionsindustrie weltweit erforderlich ist.“
Das Blanket wird die Schicht im Inneren des Vakuumgefäßes genannt. Sie absorbiert die bei der Fusion freigesetzten Neutronen, die dadurch entstehende Wärme wird zur Dampferzeugung und dann zur Stromproduktion genutzt. Zudem dient sie als Isolation vor der Hitze des Millionen Grad heißen Plasmas. Daneben soll im Blanket das Tritium entstehen, das als Brennstoff für den Reaktor dient.
Als Material für das Blanket kommt unter anderem Lithium zum Einsatz. Wenn Lithium mit Neutronen beschossen wird, spaltet es sich in Helium und Tritium. Das Tritium wird anschließend aus der Brutdecke abgetrennt und dann in den Reaktor geleitet. Durch die Brutreaktion erhöht sich der Wirkungsgrad des Reaktors noch.
In Unity-3 will Kyoto Fusioneering neben Lithium auch eine Reihe anderer Materialien für das Blanket testen. Zudem sollen in der Anlage weitere Komponenten, die für Fusionskraftwerke notwendig sind, erprobt werden.
Schließlich sollen in Unity-3 Daten validiert werden, die Computermodelle erzeugt haben. Eine Reihe von Fusions-Start-ups wolle die Daten aus Unity-3 für die Entwicklung ihres eigenen Fusionsreaktors nutzen, erklärt ein Vertreter von Kyoto Fusioneering gegenüber Techcrunch.