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Wettersatelliten liefern beeindruckende Aufnahmen der Sonnenfinsternis
Eine Sonnenfinsternis hat am Mittwochabend Westeuropa in den Bann gezogen. Zwei Wettersatelliten haben das Spektakel von sehr weit oben festgehalten.
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Die Sonnenfinsternis vom Mittwochabend wurde nicht nur auf der Erde von zahlreichen Kameras festgehalten, auch aus dem Weltraum wurde das Himmelsschauspiel aufgezeichnet: Wettersatelliten aus Europa und den USA haben die Wanderung des Mondschattens über den Nordatlantik und die Iberische Halbinsel in beeindruckenden Aufnahmen festgehalten. Der Kernschatten ist dabei nicht zu erkennen, stattdessen sieht man einen großen dunklen Fleck, der über die Erde rast. Deutlich auszumachen ist auch, wie die Nachtseite der Erde den Schatten schließlich einholt und regelrecht verschluckt. In Westeuropa war die Sonnenfinsternis vor Sonnenuntergang zu sehen, vor ihrem Ende war die Sonne unter dem Horizont verschwunden.
Die Satellitenaufnahmen stammen zum einen von Europas jüngster Generation an Wettersatelliten, den Meteosat Third Generation (MTG). Bislang ist von denen nur Meteosat-12 im Einsatz, der macht im Zehnminutentakt hoch aufgelöste Aufnahmen von Europa und Afrika in unterschiedlichen Frequenzbändern. Die zweite Bilderreihe stammt von GOES-19, einem 2024 gestarteten Wettersatelliten der US-Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration). Weil der permanent auf den amerikanischen Doppelkontinent gerichtet ist, sieht man den über die Erde wandernden Schatten hier am oberen rechten Rand über dem Nordatlantik. Die Aufnahmen beider Satelliten machen den Qualitätssprung zu ihren Vorgängern deutlich, die noch 2024 die Sonnenfinsternis über Nordamerika festgehalten haben.
Die totale Sonnenfinsternis hat am Mittwoch gegen 19.00 Uhr in Nordsibirien begonnen. Der Kernschatten des Mondes war dann in einem Bogen an Grönland und Island entlanggezogen und auf Spanien getroffen. In A Coruña im äußersten Nordwesten Spaniens verschwand die Sonne um 20.27 Uhr und 41 Sekunden hinter dem Mond. Für eine Minute und 18 Sekunden wurde der Tag zur Nacht. Wenige Minuten später zog der Kernschatten über Kastilien und León, Aragón und Valencia bis zu den Balearen weiter. Je nach Standort dauerte die Totalität zwischen rund 30 Sekunden und knapp zwei Minuten. Im deutschsprachigen Raum war die Sonnenfinsternis nur als partielle zu sehen, die nächste folgt am 2. August 2027.
Das Himmelspektakel war jetzt der Auftakt zu einer außergewöhnlichen Serie für Spanien, dort werden bis Anfang 2028 noch zwei weitere Verfinsterungen der Sonne folgen. Die Sonnenfinsternis vom 2. August 2027 wird den äußersten Süden der Iberischen Halbinsel streifen und sonst primär in Nordafrika zu bewundern sein, am 26. Januar 2028 gibt es dann eine ringförmige über dem Süden und Osten Spaniens. Für das „Trío de Eclipses“ hat die dortige Regierung extra eine eigene Internetseite eingerichtet. Beide Verfinsterungen werden auch in Deutschland zu sehen sein, aber jeweils mit einer kleineren Verdeckung der Sonne als am gestrigen Mittwoch.
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