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Schwerarbeitspension: Wie funktioniert Österreichs Rente mit 60?
In Österreich können Arbeitnehmer, die besonders schwere Arbeit verrichten, mit 60 in Rente gehen: unter klaren Voraussetzungen und mit Abschlägen. Doch um die Finanzierbarkeit des Rentensystems wird auch in Österreich gestritten.
Schon frühzeitig hat Österreich eine Regelung gefunden, um Arbeitnehmern nach 45 Jahren den Eintritt in den Ruhestand mit 60 Jahren zu ermöglichen. Eine Voraussetzung: In mindestens zehn der 20 letzten Arbeitsjahre muss schwere körperliche oder psychische Arbeit geleistet worden sein.
Allerdings mit Abschlägen: Wer dann mit 60 Jahren eine Schwerarbeitspension erhält, muss bis zum Erreichen des aktuellen regulären Renteneintrittsalters von 65 Jahren für Männer und 61,5 Jahren für Frauen auf bis zu neun Prozent der endgültigen Rentenzahlung verzichten.
Erst seit 2024 können Frauen die Schwerarbeitspension mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres beziehen. Denn bis 2023 lag das reguläre gesetzliche Renteneintrittsalter für Frauen ohnehin bei 60 Jahren. Derzeit wird diese Altersgrenze für Frauen schrittweise erhöht. 2033 sollen auch Frauen erst mit 65 Jahren in den regulären Ruhestand gehen können.
FAQ
03.08.2026
Erneut wird über das Rentenpaket debattiert - vor allem über den abschlagsfreien Renteneintritt nach 45 Jahren.
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Was als Schwerarbeit anerkannt wird, prüft die österreichische Pensionsversicherung, vergleichbar mit der deutschen Rentenversicherung.
Die Kriterien: Wer im Nachtdienst an mindestens sechs Arbeitstagen pro Monat tätig ist, regelmäßig unter extremen Hitze- und Kältebedingungen arbeitet oder schwere körperliche Arbeit verrichtet, leistet Schwerarbeit. Seit diesem Jahr können auch Bedienstete in Pflegeberufen frühzeitig eine Schwerarbeitspension beziehen.
Die Abschaffung der "Rente mit 63" könnte die Staatskasse um 9,5 Milliarden Euro pro Jahrgang entlasten.
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Die Intention bei der Einführung der Schwerarbeitspension 2007 sei nachvollziehbar gewesen, sagt Carmen Treml, Analystin beim arbeitgebernahen Thinktank Agenda Austria. Doch seitdem sei nichts mehr verändert worden