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Post zum Freitag: KI-Magie braucht Know-how – und Rechenleistung
Nicht nur eine Sonnenfinsternis bringt Menschen zum Staunen, sondern auch KI. Wir geben einen Einsteigerkurs in Claude und zeigen, wo die KI-Magie berechnet wird.
Es war doch ziemlich faszinierend, mit eigenen Augen zu sehen, wie sich der Mond vor die Sonne schiebt. Ich hoffe, Sie hatten am Mittwochabend ebenfalls die Gelegenheit, das Schauspiel mit einer Schutzbrille zu beobachten. Bei den heise-Lesern war das Interesse riesig – über 250.000 Mal wurde der zugehörige Plus-Artikel gelesen.
Die Sonnenfinsternis mit eigenen Augen zu sehen, hatte etwas Magisches. Derart beeindruckende Erlebnisse sind selten. Und vielleicht ist es gerade dieses Gefühl des Staunens, das uns auch bei anderen Dingen begegnet, die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar schienen. Auch KI wirkt bisweilen geradezu magisch: Man gibt einen Befehl oder stellt eine Frage und erhält nach einem für uns nicht nachvollziehbaren statistischen Auswertungsprozess in den meisten Fällen eine erstaunlich treffende Antwort – oder sogar gleich ein funktionierendes Programm. Vor fünf Jahren hätte das wohl kaum jemand für möglich gehalten. Heute ist es längst gelebte Realität.
KI lässt sich allerdings erst dann richtig ausreizen, wenn man sich vorab ein paar Grundkenntnisse aneignet. Deshalb haben wir für Sie ein dreiteiliges Einsteiger-Tutorial zum mächtigen KI-Tool Claude geschrieben: Es erklärt, was den Chatbot ausmacht und wie man ihn sinnvoll einrichtet. Ein Schwerpunkt ist dabei die Personalisierung, damit Claude den Kontext, Stil und das Wissen über einzelne Gespräche hinaus festhält. Das erhöht die Chance auf konsistente Ergebnisse und erspart das Wiederholen von Anweisungen. Wer Claude entsprechende Freigaben erteilt, kann den Chatbot auch Dateien auf dem lokalen Rechner bearbeiten und Apps steuern lassen. Das ist allerdings äußerst heikel – schließlich besteht die Gefahr, dass Daten verloren gehen. Entsprechend haben wir diesem Thema einen eigenen Artikel gewidmet, der Ihnen zumindest das Rüstzeug gibt, um derartige Risiken zu minimieren.
Zurück zum Thema Magie: Irgendwo muss diese Magie ja passieren: entweder auf dem lokalen PC oder im großen Rechenzentrum. Wer etwa einen Befehl in die Weboberfläche von ChatGPT, Claude und Co. eingibt, sendet ihn an spezielle KI-Rechenzentren, die ihn dort verarbeiten. Eben solche Rechenzentren schießen derzeit vor allem in den USA wie Pilze aus dem Boden – und im Vergleich zu den althergebrachten Serverfarmen unterscheiden sie sich in relevanten Punkten. In einem ausführlichen Artikel zeigen wir die Unterschiede auf, beschreiben, welche Anforderungen KI-Rechenzentren erfüllen müssen und werfen einen detaillierten Blick auf einen KI-Server.
Wer KI lieber auf dem eigenen PC ausführen möchte, braucht selbst für stark abgespeckte Sprachmodelle äußerst potente Hardware. Wichtig ist vor allem, dass die Grafikkarte mindestens 16 GByte Speicher hat – schließlich liegen die LLMs idealerweise vollständig in diesem. Wir wollten ausprobieren, wie gut das tatsächlich klappt und haben uns zwei „günstige“ Grafikkarten mit 16 GByte VRAM in unseren Testrechner geschraubt und Benchmarks mit aktuellen KI-Modellen durchgeführt. Das Ergebnis war äußerst interessant: Es zeigt die Unterschiede zwischen AMD- und Nvidia-Karten, die sich insbesondere bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit – gemessen in Token pro Sekunde – bemerkbar machen.
Zum Schluss hab’ ich noch zwei Lesetipps für Sie: einerseits einen Ratgeber, wie Sie ein eigenes Fotobuch erstellen und drucken lassen. So können Sie etwa aktuelle Bilder von Urlaub, Hochzeit oder Jubiläum passend und gebündelt in Szene setzen. Dafür haben wir sieben Anbieter getestet. Und andererseits einen Praxistest eines Bett-Klimakühlers, der auch bei Hitze für einen angenehmen Schlaf sorgen soll.
Das könnte so mancher in dieser Woche gut gebrauchen.
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