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Missing Link: Chlorfreies Naturbad dank Technik
Im Naturbad wird das Wasser ohne Chlor und chemische Desinfektionsmittel aufbereitet. Stattdessen zirkuliert es durch Pumpen, Filter, Kies, Pflanzen und mehr.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Im Naturbad Brackwede fehlt der typische Chlorgeruch. Auf den ersten Blick erinnert das Bad eher an einen großen und gepflegten Schwimmteich als an ein klassisches Freibad. Es ist kein natürlicher See und auch kein Becken, das sich selbst überlassen bleibt. Hinter der Kulisse aus Schilf und Kies arbeiten Pumpen, Rohrleitungen, Filter, Kompressoren und eine Steuerung, die den Wasserkreislauf überwacht. Ohne Computer, die die Steuerung der Anlage übernehmen, funktioniert das Bad nicht, wie Badeleiter Michael Joost bei einer Führung durch die Anlage erklärt.
Die Deutsche Gesellschaft für naturnahe Badegewässer beschreibt biologische Freibäder als offene ökologische Systeme, die durch technische Regelmechanismen im Gleichgewicht gehalten werden. Nach Angaben der Bielefelder Bäder wird das Naturbad seit seiner Wiedereröffnung 2009 – als eines der ersten Naturbäder in der Region – ohne Chlor und andere chemische Desinfektionsmittel betrieben.
Zur Aufbereitung gehören weiterhin technische Bauteile und Filtermaterialien, darunter auch ein Phosphatadsorber. Das Badewasser wird im Kreislauf aufbereitet; als Nachfüllwasser dient laut Schautafel in der Regel Wasser aus der Lutter, Trinkwasser kann ergänzend eingesetzt werden. Laut Joost kommt Trinkwasser nur sehr zurückhaltend zum Einsatz. In seltenen Fällen kann es genutzt werden, um das Beckenwasser etwas abzukühlen. Belastbare Mengenangaben liegen der Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH (BBF) dazu jedoch nicht vor.
Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.
Der Kreislauf beginnt an den Überlaufrinnen der Becken. Wasser, das durch Badende verdrängt wird, läuft in einen Schwallwasserbehälter. Pumpen befördern es von dort durch die Filterstrecken und zurück in die Becken. Das Wasser wird durch Sand, Kies und weitere mineralische Materialien geführt. Auf den Schautafeln vor Ort sind mehrere Stufen dargestellt. Dazu gehören ein Vorfilter, Sandfilter, ein Phosphatfilter und ein bepflanzter Bodenfilter, auch Geomatrix genannt.
An deren Oberflächen und im Wurzelraum der Pflanzen siedeln Mikroorganismen. Sie übernehmen einen Teil der biologischen Reinigungsarbeit. Das Schilf allein reinigt das Badewasser nicht. Entscheidend sind die Filterstufen, die Wasserführung und die Pflege der Anlage. Pflanzen und Mikroorganismen sind Teil des Systems, arbeiten aber innerhalb eines technisch gesteuerten Kreislaufs. Die The Pauly Group, zu der die Marke Klärschilf gehört, beschreibt ihren Geomatrix-Bodenfilter ebenfalls als Kombination aus mechanischer Filtration durch Kies- und Sandschichten sowie biologischen Abbauprozessen im Wurzelraum der Schilfpflanzen.
Die Anlage kann eine Menge von mehr als 3 Millionen Litern bis zu viermal täglich durch den Aufbereitungskreislauf führen. Das ist kein viermaliger Austausch gegen Frischwasser, sondern eine Umwälzung durch die Filteranlage. Wie oft und wie stark umgewälzt wird, hängt auch davon ab, wie viele Menschen gerade im Bad sind. An heißen Tagen gelangen mehr Sonnencreme, Hautpartikel, Schweiß, Schmutz und Nährstoffe ins Wasser. Dann muss die Anlage mehr leisten.
Im Technikraum steht ein Rechner, über den die Anlage überwacht und gesteuert wird. Dort lassen sich unter anderem die Umwälzleistung, die Wasserstände in den Filter- und Speicherbereichen sowie die Zufuhr von Lutterwasser ablesen und regeln. Mit der Software lässt sich die Fördermenge an Wasser je nach Besucherandrang anpassen, sie liefert hierfür auch Informationen. Wann aber die U