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Wero: Mehrheit der Deutschen kennt den Bezahldienst auch nach zwei Jahren nicht
von Carsten Knobloch
17. Aug. 2026 |
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Zwei Jahre nach dem Start tut sich die europäische Bezahlinitiative Wero in Deutschland weiterhin schwer – zumindest, wenn man nach einer Umfrage geht. Der Umfrage des Vergleichsportals Verivox zufolge wissen 61 Prozent der Bundesbürger nach wie vor nicht, worum es sich bei dem Dienst überhaupt handelt. Zwar stieg die Bekanntheit im Vergleich zum Vorjahr leicht an, damals wussten nur 30 Prozent Bescheid, doch aktuell können lediglich 39 Prozent den Namen korrekt als Zahlungsdienst einordnen.
Bei der tatsächlichen Nutzung sieht es noch verhaltener aus. Gerade einmal 14 Prozent der Befragten haben ihr Girokonto überhaupt für Wero freigeschaltet. Aktiv genutzt haben den Dienst für Geldtransfers oder Online-Einkäufe lediglich knapp 7 Prozent. Zwar lassen sich mittlerweile neben reinen Peer-to-Peer-Überweisungen auch Einkäufe bei einzelnen Händlern wie Lidl (im Onlineshop) oder Decathlon abwickeln, von einer breiten Akzeptanz an der Kasse oder im Netz ist man damit aber noch ein gutes Stück entfernt.
Entsprechend skeptisch fällt der Blick in die Zukunft aus. Eine Mehrheit von 58 Prozent der Befragten glaubt nicht daran, dass Wero sich gegen die dominierenden Platzhirsche wie PayPal, Visa oder Mastercard durchsetzen kann. Einzig in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen traut eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Bankeninitiative diesen Erfolg perspektivisch zu.
Hinter Wero steht die European Payment Initiative (EPI), an der hierzulande unter anderem die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, die Deutsche Bank und die ING beteiligt sind. Ohne flächendeckende Akzeptanz im Online-Handel und direkt am Point of Sale im stationären Geschäft dürfte es für das Bündnis aber weiterhin ein extrem zäher Weg bleiben.
Habt ihr Wero bei eurer Bank bereits aktiviert oder bleibt ihr lieber bei den etablierten Lösungen?
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