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Angriffe auf SAP-Commerce-Cloud-Lücke beobachtet
SAP hat in der vergangenen Woche eine kritische Lücke in Commerce Cloud geschlossen. Seit dem Wochenende wird sie angegriffen.
Am Dienstag vergangener Woche beging SAP den August-Patchday und stellt zahlreiche Softwareflicken zum Stopfen von Sicherheitslücken bereit. So auch für eine Schwachstelle in SAP Commerce Cloud, durch die Angreifer aus dem Netz ohne vorherige Authentifizierung Schadcode einschleusen und ausführen können. Admins sollten nicht länger zögern und ihre Instanzen aktualisieren: IT-Sicherheitsforscher haben am Wochenende erste Angriffsversuche auf die Schwachstelle im Netz beobachtet.
Das meldet DefusedCyber in einem knappen Post auf X. Angreifer können in SAP Commerce Cloud ohne vorherige Anmeldung einen Standard-Authentifizierungs-Client missbrauchen und sorgsam präparierte Eingaben an bestimmte, aber ungenannte Funktionen mit einer unzureichenden Prüfung übergeben. Dadurch können sie Schadcode einschleusen und die Instanzen kompromittieren, erörtert SAP in der Schwachstellenmeldung (CVE-2026-58231, CVSS 10.0, Risiko „kritisch“).
Auf diese Schwachstelle hat DefusedCyber am Freitagnachmittag erste Exploit-Versuche in ihren Honeypot-Systemen entdeckt, nur drei Tage, nachdem SAP Patches zum Schließen der Sicherheitslücke bereitgestellt hat. Die IT-Forscher erklären weiter, dass es noch keinen veröffentlichten Proof-of-Concept-Exploit zu dem Zeitpunkt gab und Missbrauch der Lücke bis dahin noch nicht bekannt war. Bislang haben weder SAP noch etwa die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA reagiert. Der Schwachstelleneintrag weist noch keine Hinweise auf aktiven Missbrauch auf, der Eintrag findet sich auch noch nicht im „Known Exploited Vulnerabilities“-Katalog der US-Behörde.
IT-Verantwortliche sollten umgehend die verfügbaren Softwareupdates anwenden. Wenn das bislang noch nicht geschehen ist, sollten sie zudem die Systeme etwa auf unerwartete Vorkommnisse in den Logs und beispielsweise neu eingerichtete Konten untersuchen. Sie sollten anfällige Instanzen so behandeln, als seien sie bereits kompromittiert, sofern denkbar ist, dass unbefugter Zugriff möglich war.
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